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Müdigkeit, ganz unbegründet | WEBLOG | Pech gehabt

Zettelerinnerungskram

sparrow | 24. Juni 1999, 13:11 | ganz alter Kram

Ach, was ist das Leben schön. Den ganzen Tag hab ich heute in Kölle bei dat Lori verbracht, eine ganze Packung Negerküsse und eine halbe Tüte Chips gefuttert und mich so ganz rund um pudelwohl gefühlt.
Außerdem hab ich mit meinem unvergleichlichen technischen Sachverstand ein Schuhregal von IKEA zusammen gebaut. Heissa, war das ein Spaß. Ich find, das Schönste an IKEA und Miko Möbeln ist doch, daß man sie selbst zusammen friemeln darf.
Wenn man auf schmerzenden Knien auf dem Wohnzimmerboden herumrutscht, den Himmel um einen Schraubenschlüssel Größe 9 anfleht und das vorher zusammengesetzte Regal mit lautem Krachen auseinander fliegt, dann ja dann weiß man, daß man lebt. :o)

Mama hat mir den Auftrag erteilt, meine diversen Pappkartons durchzusehen. (Umzugsüberbleibsel!)
Merke: Auch Deine Kinder werden eines Tages ausziehen und ihr Zeugs auf Deinem Dachboden und in Deinem Keller lagern. Was hab ich nicht alles weggeschmissen. Zum Beispiel den kleinen Schuhkarton mit gesammelten Briefchen und schlechten pubertären Gedichten.
10 Jahre Zettelchen aus meiner Schulzeit (lang lang ist's her) hab ich einfach so dem Papiercontainer übergeben. Rabea hat verzweifelt versucht wenigstens eines meiner Gedichte für die Nachwelt zu sichern, (mein 40. Geburtstag wäre zum Beispiel eine passende Gelegenheit einiges zu rezitieren) aber ich war unerbittlich.
Soweit kommt es noch, daß ich auf einer großen Feier bis auf die Knochen blamiert werde.
Außerdem hab ich die New Kids on the Block Kassetten wiedergefunden (die Prä-CD-Zeit). Die werde ich behalten und irgendwann meinen Kindern vorführen.
Genauso das kleine Blumenbouquet zum ans Handgelenk klemmen, daß ich von B.J. Holland anno dazumal zur Prom bekommen habe. Getrocknet liegt es schnuckelig in einer kleinen Pappschachtel.
Rabsi sagt, wenn ich das tatsächlich meinen Sprößlingen vorführe, werde ich arge Probleme habe, meine Autorität zu sichern. Ich werde meine Nachkömmlinge aber mit Sicherheit zu träumerischen Zynikern erziehen, die einen kleinen rosa-romantischen Anstrich haben und den bleibenden Wert eines kleinen Rosenstraußes erkennen.
Von einem durchgeknallten Pragmatiker wie Rabea kann man solches Feingefühl natürlich nicht verlangen.



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