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Wilde Partys überall - macht man eigentlich noch was anderes? | WEBLOG | Untrainiert

Stendal hat mich wieder

sparrow | 02. Oktober 1999, 13:35 | ganz alter Kram

Ja, ja, ja doch. Weiß ich doch. Einen Monat kein Spatz-o-Diario. Und es lag noch nicht einmal an meiner Faulheit, sondern an der Tatsache, daß ich der Sindymaus meinen PC geborgt hatte, weil ich ja eigentlich geplant hatte bis Ende Oktober in Unna zu verweilen, dann aber doch früher.. Äh.. Sehr komplizierte Geschichte, die ich jetzt nicht in allen Einzelheiten erzählen werde. Insbesondere werde ich den peinlichen Zwischenfall am Stendaler Bahnhof ausklammern, als ich wildsuchend feststellte, daß ich meinen Wohnungsschlüssel in Unna vergessen hatte.
Kommentar meines Papas: "Das kann ja nur Dir passieren!"
Wildes Gekichere von Dörtchen, als ich untertänigst um Asyl bat. Genervtes Aufstöhnen von Sindy, als ich sie beorderte meinen Ersatzschlüssel vorbei zu bringen. Hihi. Manche Dinge ändern sich nie.

Dabei bin ich eigentlich ein Organisationstalent. Ich hab es geschafft meinen gesammelten Hausrat, inklusive der gelben Rührschüsseln von Unna nach Stendal zu bringen - und das per Zug. Das Einzige, woran es hapert, sind so elementare Dinge, wie zum Beispiel ein Wohnungsschlüssel.
Jetzt aber ist alles wieder im Lot, ich bin wieder in ostdeutschen Gewässern und habe mich bereits wieder kreativ betätigt. Habe nämlich meinen Bettüberwurf gefärbt. Selbstredend in Blau. Langsam nimmt die blau-gelbe Phase besorgniserregende Formen an. Aber was kann ich dafür, wenn mir blau-gelb nun mal am besten gefällt?
Ich sollte meine Fußleisten in einem freundlichen Pfirsichton streichen, um mal ein wenig Abwechslung in mein Leben zu bringen.
Wie sagte Laura? "Variety is the spice of life." Recht hatte die Gute, recht hatte sie.

Montag fängt das Semester an. Ich bin motiviert und ausgeschlafen und fest entschlossen, dieses Jahr noch in der Lotterie zu gewinnen. Bin ja prädestiniert, denn tada ich habe gewonnen. Und zwar einen Heimtrainer.
Das muß man sich mal überlegen. 21 Jahre lang habe ich auf dem Rummel immer nur die Nieten gezogen und kleine Stifte und Geduldspiele triumphierend nach Hause getragen und dann jetzt: Ein Heimtrainer.
Bei der Verleihung des Onlinestars hatte Fortuna ein Einsehen und bedachte mich mit dem nötigen letzten Quentchen Glück
Meine Frage: Hab ich jetzt wieder 21 Jahre lang keines?
Gilt die alte Faustregel: Glück im Spiel, Pech in der Liebe?
Und wenn ja, berechtigt ein einziger Gewinn für eine sofortige Flauphase in meinem Privatleben
Oder ist das doch nur ein unbeholfener Tröstversuch des Siegers (der mit hämischen Grinsen seinen Gewinn zählt)?
Der Heimtrainer ist mir jedenfalls sicher. Und wenn mein Charme tatsächlich vertrocknet, wie eine zu wenig gegossene Topfblume, dann kann ich mich immer noch an meinem durchtrainiertem Luxusbody erfreuen.

Meine Topfblume Fred erfreut sich übrigens allerbester Gesundheit. Sindys Mama war so freundlich, ihn für die Zeit meiner Weltenbummlerei unter ihre erfahrenen Fittiche zu nehmen. Nochmals danke.

Es gibt ja Leute, die behaupten, ich wäre der Inbegriff des Chaos. Hähä. Ich kann sie widerlegen. Ich habe eine kleine Schwester.
Habe nämlich derzeitig Besuch, der aber kurzfristig umgelagert worden ist in Dörtchens Wohnung, weil nämlich auch el Kiste in Spatzengefilden weilt.
Man sagt ja immer, daß große Geschwister den kleinen alles beibringen, was sie wissen, was zur Folge hat, daß die kleinen sehr viel schlimmer sind, als die großen. Wir sind der eindeutige Beweis.
Sache ist, daß ich Rabsis Chaosanteil gar nicht mehr gewöhnt war und mich jetzt fühle, wie der berühmte Esel auf dem Minarett. Fassungslos. Unglaublich, mit welcher Leichtigkeit, sie die Welt in Schutt und Asche legt um dann über die Scherben hinweg zu tanzen.
Ich muß noch einmal zitieren: "Du bist für mein Zimmer das, was der Eisblock für die Titanic war."
Wie wahr, wie wahr.



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