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Märchenpracht | WEBLOG | Sureale Erlebnisse am Donnerstag

Auflösung aufgelöst und CSS

sparrow | 26. Januar 2000, 14:10 | ganz alter Kram

Mit viel, viel Cola und noch mehr Geduld habe ich die ganze Nacht an den Südafrikaseiten gebastelt. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, Style Sheets zu verwenden und das dauert einige Zeit.
Bisher war ich immer der Meinung, daß ich es nicht bräuchte. Tatsächlich stelle ich aber fest, daß es nicht nur einen Riesenspaß macht, sondern auch sehr viel bequemer ist. Frei nach meinem Learning-by-Doing Konzept lerne ich nichts, was ich nicht brauche oder was mir keinen Spaß macht. Das stellte auch Kolja fest. Der vermutete in einer Mail, daß ich entweder der Vollprofi sei, weil ich die Entwürfe für die Einladungskarten auf 72 dpi reduziert habe, um sie per e-mail zu versenden oder aber Mist gebaut hätte.
Selbstredend trifft letzteres zu. Normalerweise sind alle meine Grafiken für den Nestgebrauch, also mit kleiner Auflösung. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, daß ich für Print-Design eine andere Auflösung benutzen könnte.
Jetzt habe ich Dank oben erwähntem Herren eine vollständige Dissertation über Auflösungen. :o))

Mein Radio verkündet, daß es sechs Uhr ist. Ich werde jetzt gleich einen Fragebogen für Dienstleistungswirtschaft entwerfen und noch Texte für das Programmheft zum FH-Ball basteln. Knapp zwei Stunden sollten dafür ausreichen.
Mein übermäßiger Colakonsum hat zur Folge, daß ich hibbelig auf meinem Stuhl hin und her hüpfe und eigentlich kaum zusammenhängend schreiben kann. Das merkt man an meinen wilden Themasprüngen. Trotzdem sollte ich mich vielleicht noch eine Stunde oder so konzentrieren.
Zum Glück ist es draußen kalt und ich muß zur FH laufen. Es gibt nichts, was so wach macht, wie ein Spaziergang durch knisternde Winterluft. Außer vielleicht acht Stunden Schlaf. Schlafen kann ich aber auch noch im März.

Ich finde, es hat immer einen gewissen Charme, wenn mir Lorenz ein Jahr lang erzählt, daß er "You're the Voice" von John Farnham verzweifelt sucht und doch so unbedingt haben will und ich plötzlich entdecke, daß ich es auf einer BilligCD aus dem Supermarkt habe, die ich vielleicht drei mal gehört habe. Hihi.
Nach meinem verlegenen Geständnis folgte eine vielsagende Stille am anderen Ende des Telefondrahtes, die ich nur durch das Versprechen brach, besagte CD sofort und unverzüglich zu übergeben.

Es tut so gut, wenn sich Mißverständnisse, die sich in knapp einem Monat angehäuft haben, einfach so in Luft auflösen. Ich entdecke die Sehnsucht platt gepreßt zwischen meinen Büchern, wo ich sie als Lesezeichen mißbraucht habe und finde Verliebtheit unter einem Papierstapel.
Manchmal gibt es Sachen, die haben kurzfristig eine höhere Priorität, am Ende sind doch nur wenige Sachen wirklich wichtig.



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