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Sureale Erlebnisse am Donnerstag

sparrow | 28. Januar 2000, 14:11 | ganz alter Kram

Ich habe mir eine Busfahrt gegönnt und damit meinem müden Körper 15 Minuten länger die wohlverdiente Bettruhe beschert. (Die nutzte ich effektiv, um Leute aus den Federn zu scheuchen. *kicher*)
Im vollbesetzten Bus waren nur noch Plätze zwischen lärmenden Schulkindern frei. Während ich also versuchte das Schaf und meine Schultasche irgendwie zu verstauen, schaut mich ein Knirps mit blondem Meckischnitt treuherzig an. Nach sorgfältiger Musterung bot er mir mit ausgesuchter Höflichkeit seinen Platz an. Ich erwiderte den unschuldigen Blick aus leuchtend blauen Augen ziemlich verwirrt. Gut, ich hatte schon mal bessere Zeiten. Ja, ich bin übernächtigt und grau um die Augen herum. Aber sehe ich denn wirklich so klapprig aus?

Ich merke, wie ich relativ krampfhaft versuche einen lockeren, leichten Ton anzuschlagen. Fällt mir schwer, da ich eigentlich ziemlich böse bin. Hier zeigen sich die Restriktionen eines öffentlichen Tagebuchs. Ich kann mich nicht so auskotzen, wie ich es eigentlich möchte. Wenn das eigene Temperament Menschen verletzen kann, die einem nahe stehen, sollte man aufpassen, wo man der Wut freien Lauf läßt. Das Internet ist mit Sicherheit nicht der richtige Ort.
Aber trotzdem: Manchmal finde ich das Gebahren einiger Leute nicht nur befremdlich, sondern im höchsten Maße ärgerlich.
Ich bin erbost, entrüstet und empört. Morgen mit Sicherheit nicht mehr, da ich meistens ganz fürchterlich aufbrause, mich aber auch genauso schnell wieder abrege. Drei bis vier Sachen werden ich den Betroffenen aber noch deutlich machen.

Momentan merke ich sowieso, wie alles anfängt mich zu nerven. Oberster Kandidat auf meiner Liste ist Strato, weil ich meine Mails nicht abrufen kann. Gleich danach kommen die VWL-Bücher, über denen ich eigentlich sitzen sollte. Nach Prioritäten geordnet folgen: der noch unkopierte Statistikordner, der als böses Schreckgespenst durch meine Träumen jagt, der Psychologiehefter, der mich von dahinten hämisch angrinst, alle Computer, die das KHK-Icon auf dem Desktop haben, sowie mein Kühlschrank, der nachdrücklich eine sorgfältige Säuberung verlangt.
Und Sommer-Sonne-Strand-Mucke à la Dingedingedongdongsong (oder wie auch immer der heißen mag) aus meinem Radio, welches doch sonst immer so schöne Musik aus den Achtzigern dudelt.

Hab ich an alles gedacht? Ich hoffe doch. Sonst muß ich morgen noch mal maulen.



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