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Bestens! Ich mag Antworten | WEBLOG | Charmegewinnung von Mahlzeiten

Miami Vice - kein Krawall?

sparrow | 06. September 2006, 22:55 | Kinogänger

Ich weiß, was man von der Verfilmung einer Kultserie zu erwarten hat: Lustiges, bonbonbuntes Krawallkino mit markigen Sprüchen, mindestens einer zünftigen Schlägerei und ein Auto oder ein Gerüst, welches unvermittelt und ohne Motivation in Flammen aufgeht. Das war es, was ich einkaufen wollte.

Was ich bekam war eine düstere Geschichte über Kriminaler und Kriminelle und die haarfeine Grenze dazwischen mit einer abstrusen Story, die ich nicht ganz verstanden habe, einer Kneipentour in Havanna, obwohl die Geschichte in Miami und Columbien spielte, 3 1/2 Bett-Szenen (eine im Auto, deswegen halb, eine Gangsterbraut - Oberverbrecher, jeweils eine für jeden Hauptdarsteller in der Dusche), diverser, ewiglanger Bootspartien, zwei Schießereien (eine sehr kurz, die andere übermäßig lang), sowie die weniger schöne, mir zu detailierte Darstellung von verschiedenen Todesarten (Tod durch Panzerfaust, Tod durch Laster, Tod durch unbenannte Schusswaffen). Außerdem etliche nächtliche Treffen auf Parkplätzen und Parkhäuserdecks. Parken, so scheint ist, ist eine großartige Vorbereitung auf ein nächtliches Treffen.

Kein markiger Spruch, nur unangebrachter Zynismus, kein explodierendes Auto und nicht ein weißer Anzug.

Nö Freunde, so nicht. Das gibt nur ein Sternchen und auch nur für den Schnauzer von Crockett.
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