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Handwerker | WEBLOG | Lass es Dir gutgehen

Shoppingformel

sparrow | 19. Februar 2007, 23:15 | Shopping

Durch äußeren Druck nun die Shoppingformel und nur für Teresa (und Annika und wer hier sonst noch unidentifiziert über rabsi.de mitliest.)

Die einzige Person, die ich kenne und überhaupt keine Modesünden im Schrank hat ist die Schwester.

Ich selbst hingegen hatte da durchaus einige Ausfälle. Jemand hätte mir sagen sollen, dass Samtleggins ab dem ersten Tragen sackende Knie haben. Und dass violette Oberteile bis zu den Knien mit Tupfen und übergroßen Knöpfchen unangebracht sind für jemanden, der über 1,70 groß und 50 Kilo schwer ist. Solche Jäckchen waren damals gemacht zum Kaschieren für Hüften die zu diesem Zeitpunkt einfach nicht vorhanden waren. Auch Sigikid-Kleider mit lustigen Enten am Saum sind einfach untragbar. Hätte jemand mir sagen sollen. Hat aber nicht. Aber gut.

Die einzige Person, die ich kenne und überhaupt keine Modesünden im Schrank hat ist die Schwester.

Was an ihrem Shoppingverhalten liegt. Und der Shoppingformel.

Jedes Kleidungsstück hat einen Wert k. Der sich wie folgt ergibt:

K = p (n - w)

p steht für den Preis, n für den Nutzwert (Größe, passende Farbe, ect. ), w für den Wohlfühlfaktor (Wie toll fühle ich mich selbst in dem Teil).

p1 + p2 + pn = x

x steht für das einem Shoppingtrip zur Verfügung stehenden Budget.

Das Ziel ist es für x einen möglichst hohen Wert k zu erzielen.

Aha. Aufgepasst. Für den ultimativen Wert k müsste man einen transparenten Markt haben. Man müsste zu jeder Zeit in jedem beliebigen Geschäft p, n und w definieren können. Kann man nicht.

Die Schwester ist praktisch veranlagt und begnügt sich damit in der aktuellen Stadt p, n und w zu ermitteln, damit k zu wissen und mit x in Bezug zu setzen ist.
Das führt dazu, dass Shoppingtrips morgens um neun gegonnnen und in einem Kreuzzug quer durch verfügbare Geschäfte die variablen Parameter verifiziert werden. Um neun. Quer durch die Stadt.

Abends um kurz vor sieben wird in einer Lagebesprechung geklärt, welche k nun tätsächlich eingekauft werden. Um den höchstmöglichen k zu erzielen für den eingesetzten Wert x. Für alle Beteiligten ein Dauerlauf durch alle vorher besuchten Geschäfte mit k und x und p und n und w.

Ich wünschte, ich hätte unbegrenzt Zugriff zu ihrem Kleiderschrank.

Alternative Formeln, wie

* "In jedem Geschäft wird etwas gekauft"
* "Hauptsache, man drei verschiedene Wege zurückgelegt auf dem Weg zu k"
* "Fuckitall, ich brauch das Dings"
* "Samtleggins gehen immer"

gelten nicht.

Selbsternannten Shoppingexperten vermiete ich die Schwester zum Selbstkostenpreis (ein Latte Machiatto) und zur Vermittlung von Demutsgefühl.
Die Mutter und Oma sind bereits in die Knie gezwungen.



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