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Andalusien - Tag 3 - Granada

sparrow | 22. Dezember 2007, 00:01 | Daily Sparrow

Der Spanier an sich scheint Sotto Voce nur von den komischen Nachbarn zu kennen, die man nicht ernst nimmt, weil sie nicht lispeln und ihren Café con Leche mit Schaum anreichern. Was ist von denen schon zu erwarten?

Spanisch in Granada muss klingen wie ein Vorwurf, wie eine lautstarke Anklage. Auf der Alhambra lauschten wir minutenlang einem Wortwechsel zwischen unserem Guide und Aufsichtspersonal und versuchten zu ergruenden, ob es ein Streitgespraech oder doch nur eine Unterhaltung zwischen Freunden war.

Spanisch in Granada muss lautstark sein und c's muessen gelispelt werden. Der Rest wird mit einem Grollen gegen den Rest der Welt gesprochen.
Grathias
Rethepthionn
Telefonthelle

Die Alhambra ist huebsch. Leider hat man die katholischen Koenige hineingelassen, die einen grobschlaechten Renessaincebau hineingesetzt haben, der zwar nie bewohnt wurde, aber gegen die leichte und luftige maurische Bauart ordentlich eins in die Fresse setzt. Gaerten auf zwei Ebenen sind ein Konzept, an das wir glauben.

Das arabische Bad punktet mit Kerzenbeleuchtung und zwei Badewannen in Uebergroesse. Man bekommt Pefferminztee umsonst und darf im warmen Wasser aalen. S. kann besser massieren, hat aber leider keine maurischen Kacheln zu bieten.

Wir fragen Jose an der Rethepthionn nach Flamenco. Er erklaert uns ausfuerlich wie man hinkommt, was man dafuer bezahlt und alle anderen Details. Dann stutzt er, ueberlegt und sagt, dass er nicht hingehen wuerde. Das waere eine Touristenfalle. Er wuerde ins Upstetter gehen. Da gebe es richtigen Flamenco. Wir moegen Jose und folgen seinem Rat.

Drei Leute treffen sich zufaellig auf einer winzigen Buehne. Zwanzig Leute sind ebenfalls da und hocken auf IKEA-Hockern. Ich wusste nicht, dass man mit Absaetzen kommunizieren kann.

Morgen Jaén, das gesprochen wird wie Chein und vom anderen Schatz sicherlich nur ausgewaehlt worden ist, weil es klingt wie sein Nachname.

Mir wurde die Wueste vesprochen, in der die Italowestern mit Bud Spencer und Terence Hill gedreht wurden.

Die Spanier koennen Schinken und verstehen was von Snacks.

Ich will Chipirones. Das sind kleine, frittietierte Tintenfischlis.



Kommentare

Rabea | 22. Dezember 2007, 03:47

Du, ich war auch in Granada. Meins liegt allerdings nicht in Spanien, sondern in Nicaragua und hier wird nur das z gelispelt.

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