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Am Bahnhof | WEBLOG | Es klingelt nicht

Wirre Onlinebeziehungen

sparrow | 17. September 1998, 13:48 | ganz alter Kram

So. Nach viel zu langer Diary- Abstinenz werd ich jetzt mal versuchen, die chaotische letze Woche zu vergessen und die Tagebuchschlunzerei ad acta legen. Frohen Mutes werde ich meine Einträge regelmäßig und grammatikalisch korrekt hochladen. (*husthust)

Kurz zur letzen Woche: Erstens hatte ich ganz furchtbar lieben Besuch von Madanan, dem Nachtelf.
Zweitens hat meine Oma mich entführt. Wir waren in Sachsen und haben ein wenig Ahnenforschung betrieben. Ungeheuer erholsam. Beim Onkel Jochen auf dem Gut Zweihufen gewohnt, viel zu viel zu Essen gekriegt von allen Verwandten, die unserer habhaft werden konnten und außerdem einen ganzen Sack voll mit Familiengeschichten gesammelt, die ich alle aufschreiben werde, wenn ich mal ein bißchen zur Ruhe komme.
Ich hab viele, viele Orte gesehen, an denen der Zauber vergangener Tage noch spürbar war, an denen allerdings auch der Zahn der Zeit und der des Sozialismus ordentlich genagt hatten.
Beispielsweise die alte Ziegelei, die meinem Großvater gehört hat. Die Türen des Wohnhauses standen weit offen und die Fenster waren kaputt. Wir sind mal reinmarschiert und haben geguckt. Hätten wir lieber nicht tun sollen.
Furchtbar, wie Häuser verwahrlosen, wenn man sie nicht ständig hegt und pflegt. Traurig, wie ganze Ortschaften zu Ruinen werden. Aber gleichzeitig schön, zu sehen, was alles gemacht wird und wie graue Häuser sich zu stattlichen Villen mausern können.

Ich schau grad aus dem Fenster und stelle fest, daß es immer noch regnet. Will das denn gar nicht mehr aufhören? Kurz vor seinem endgültigen Ende zeigt der diesjährige Sommer noch mal mit aller Macht, wie wenig sommerlich er sein möchte.
Im Grunde ist dieser Tag verloren. Das fing schon heute morgen um sieben an, als ich dazu beordert wurde, die Rabea in die Schule zu bringen, damit das arme Kind trockenen Fußes dort ankam. Und das nachdem ich gestern nacht bis halb vier geschmökert habe. Wann hab ich eigentlich mal Ferien?
Gegen zwölf wurde ich dann grausam aus dem Bett geworfen, in das ich mich wieder begeben hatte und bin botengängig durch die Gegend gesaust.
Hab Wasser geholt und Gemüse gekauft und getankt und Rabea wieder abgeholt. *Seufz*
Mehr und mehr komm ich mir vor, wie ein unterbezahlter Privatkutscher. Ständig muß ich mich verstecken, um den unzähligen Aufträgen zu entgehen.
Jetzt zum Beispiel sitze ich still und leise im Arbeitszimmer und versuche so geräuschlos wie möglich zu tippen, damit ja niemand auf mich aufmerksam wird. :o)

Die DC verbrüdert und verschwägert sich mit ungeheurem Elan. Die Verwandschaftsbeziehungen entwickeln sich in einem Tempo, daß einen ganz wirr im Kopf macht.
Tzwenny und Melle sind verlobt. Ducky hatTzwenny adoptiert und Tinka ist die Mutter von Ducky. Glaub ich. Walt ist der geistige Vater von Gustav und mit dem ist Ducky verlobt. Zauberfee ist Schwester von irgendwem. Das Eumel ist ein Vierteljahrhundert alt und damit prädestiniert für die Rolle der Clanurgroßmutter.
Ich denke, ich habe hier elementar den Faden verloren. Informiert mich, wenn ein Stammbaum vorliegt.

Melody funktioniert alle Geschäftsreisen zu DC-Treffen um. Im November in München. Und Sylvester sowieso in Berlin. Am besten halt ich mir mal alle Wochenenden bis 2002 frei, um Terminüberschneidungen zu vermeiden.
Wie sieht's Ostern aus? (Ich möchte dann das Ei verstecken!) Weihnachten? Wollt Ihr alle zu meinem Geburtstag kommen?

Kußhand nach Heidelberg



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