Baum

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a sparrow, not a feature

..gibt es manche Leckerei

sparrow | 25. November 2007, 23:00 | Weihnachtsfieber | [1] Kommentare



Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei.

Kokosmakronen, einmal ungebacken, einmal fertig

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Fruchtige Cranberry-Marzipanherzen. Das, was aussieht wie Beulenpest, ist die Marmelade untendrunter.

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Vanillekipferl.

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Der andere Schatz als Kuvertürenbeauftragter im Gefecht mit den Mandelplätzchen. Er trägt eine ungemein kleidsame Schürze mit gestickten Knuts, die rote Schals tragen. Ich selbst trage eine grün-blau gestreifte Schürze, bin aber glücklicherweise hinter der Kamera.

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Jede Stellfläche in der Küche ist mit Plätzchen vollgestellt. Und im Kühlschrank wartet noch eine große Kugel Teig.

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Weihnachtsplanung

sparrow | 09. Oktober 2007, 23:29 | Weihnachtsfieber | [1] Kommentare



Ugh, das letzte Posting zur Weihnachtsplanung fühlt sich an, als wäre es erst eine Woche her.

Dieses Jahr ist die Entscheidung nur zwischen warm oder kalt zu treffen. Im Sinne von Eishotel oder Strand.
Die Schwester plant ihr Fest im Flieger.

Hmm. Auch eine Option.

OK, einer noch zum Thema Weihnacht

sparrow | 31. Dezember 2006, 02:10 | Weihnachtsfieber | [0] Kommentare



Das hier habe ich gerade beim Tour-Blog gefunden.

Sämtliche blutende Ohren zum Thema Last Christmas werden hier kurz und knapp zusammengefasst.

Jetzt ist aber gut - ist ja auch bald Karneval. Da gibts genug anderen Lieder, denen man sein Hassgefühl geneigt widmen kann.

"Die Hände zum Himmel..."

Einer muss noch

sparrow | 31. Dezember 2006, 01:17 | Weihnachtsfieber | [0] Kommentare



Das ist jetzt der letzte Weihnachtseintrag für bestimmt sechs Monate - versprochen.
Aber einer muss noch. Diesmal sogar mit Bildchen.

Weiter lesen...

Besinnliches Massenmästen

sparrow | 28. Dezember 2006, 09:23 | Weihnachtsfieber | [2] Kommentare



Weihnachten ist Mästfest. Wer es am besten tut, hat gewonnen und darf im nächsten Jahr wieder ausrichten.

Wir haben uns redliche Mühe gegeben:

- Heiligabend:
Lende mit Sauerkraut, Weißbrot und Bockwürstchen mit Kartoffelsalat - alle Traditionalisten bedient.

Die Grüße der westfälischen Metzgerei nehme ich huldvoll an. Die Herrschaften waren etwas überrascht darüber, dass ihre Bockwürstchen jetzt Exportgut waren.

Der andere Schatz erhielt vor dem Festtag mindestens fünf Anrufe folgender Art:

"Soll ich irgendwas machen? Schon vorbereiten? Die Lende zum Beispiel?"
"Nein, nein. Das mache ich schon. Kein Problem."
"Wirklich? Das wäre aber überhaupt kein Umstand. Ich könnte die Lende einfrieren..."
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"Hast Du die Lende schon gemacht? Wenn Du keine Zeit hast könnte ich ja..."
"Nein, nein. Kein Problem. Das mache ich schon."
"Bist Du sicher? Ich könnte Euch doch helfen."
----
"Wie sieht es denn jetzt aus mit der Lende? Soll ich die schon vorbereiten und mitbringen?"

Irgendwann war der Widerstand erschöpft und auch die Lende wurde aus dem Sachsenland eingeflogen. Und wenn man schon die Lende mitbrachte, konnte auch Weißbrot und Sauerkraut gleich mitkommen. Ist kein Problem, mache ich gern.


- 1. Feiertag:
Stollen und Zupfkuchen (importiert aus Sachsen - wir selbst hatten an Plätzchen und Süßkram gespart und nur drei Tüten gekauft.)
Gambas in Knoblauchöl
Nasello al Forno mit Salat

Mein persönliches Highlight war ein Mitglied meiner Familie, welches sich gegen halb drei erwartungsvoll an den Tisch setzte und nach dem versprochenen Essen fragte. Man habe extra nur wenig zu Mittag gegessen, weil es geheißen habe, hier gäbe es etwas. Wo denn nun das Etwas sei. Der Papa habe nur ein dünnes Süppchen zu sich genommen in Erwartung der aufgetischten Köstlichkeiten. Wo die denn nun wären? Es hätte ja geheißen, wir würden so viel zu essen machen. Darum hätte man zu Mittag ja nur ein winziges Gericht bestellt, um all die erwarteten Leckereien würdigen zu können. Und jetzt würde nichts auf dem Tisch stehen.

Diese Person war dann offensichtlich so ausgehungert, dass sie beim Zupfkuchen zuschlagen musste. Für das mehrgängige Abendessen blieb kein Platz - höchstens noch ein Löffelchen Salat, bitte.
Hätte ich mir das geleistet, wäre ich enterbt und des Landes verwiesen worden.

Die Käseplatte durften wir nicht mehr servieren, da winkten diverse Leute hektisch ab und verdrehten leicht die Augen.

- 2. Feiertag:
bayrischer Schweinebraten mit Knödeln und Rotkraut - auch bekannt als der Todesstoß.


Jetzt weilen in unseren Gefilden mindestens 5 Stollen - ich bin sicher, dass ich noch nicht alle entdeckt habe, die irgendwo versteckt wurden. Ferner haben wir mindestens 25 Würstchen übrig, ein Kilo ungebratenen Schweinebraten, Material für eine exquisite Käseplatte, zwei Vienetta-Schachteln, eine ganze Schüssel Kartoffelsalat, eine riesige Schüssel mit Ruccolasalat und zweieinhalb Tüten mit Plätzchen und Süßkram. Die selbstgebackenen Kekse und Makronen sind dankenswerterweise deutlich dezimiert.


Learnings:
- Beim nächsten Mal Taschenkontrolle am Eingang. Wer nicht autorisierte Lebensmittel mit sich führt, muss diese vor Einreise entsorgen. Eventuell könnten sich bereits Mitarbeiter der Münchner Tafel neben der Tür platzieren.
- wenn mehr als acht Personen auf 123 qm weilen auf keinen Fall Gerichte wählen, die mehr als vier Knoblauchknollen benötigen.
- für neun Leute Lebensmittel in den Einkaufswagen legen und dann die Hälfte wieder ins Regal räumen.
- Bei Arens wird wieder Wein bestellt. Mir schmeckte der Ro-Secco und das fröhliche Sonnentröpfchen am besten.
- Entspannt und gelassen die Weihnachtswelle über sich hinwegschwappen lassen und nächstes Jahr in den Süden fahren. Wer braucht schon einen Weihnachtsbaum?

Weihnachen Ende

sparrow | 26. Dezember 2006, 01:07 | Weihnachtsfieber | [0] Kommentare



Der Freund der Kollegin sorgte dafür, dass mit mannigfaltigen Weinkartons jetzt das Ende der Weihnachtszeit eingeläutet werde kann. Wein und Weihnacht passt ja semantisch auch ausgezeichnet zusammen.

Uff.

Man muss ins Bett. Jetzt. Sofort. Hick. Wo ist der Submit-Bkutton.

Wrapped it up and sent it - na endlich!

sparrow | 07. Dezember 2006, 19:31 | Weihnachtsfieber | [0] Kommentare



Heute morgen im Radio Whams "Last Christmas" zum ersten Mal in diesem Jahr.

Die nächsten 19 Tage wird uns George Michaels schnulziges Geschluchze morgens, abends und mittags begleiten, sich als Ohrwurm festsetzen und aus jedem öffentlichen Lautsprecher tönen, wenn die Jungs von Jingle Bells grad mal fünf Minuten Pause machen. Nach 19 Tagen wird uns das Blut aus den Ohren strömen, wenn wir uns auf dem Boden wälzen und leise vor uns hinwimmern - Dadadaaaadadadaaa.

Now I know, what a fool I've been. Ich hab mich heute morgen ehrlich gefreut.

Geschenke, Geschenke

sparrow | 05. Dezember 2006, 00:30 | Weihnachtsfieber | [1] Kommentare



Das Weihnachtsthema ist noch nicht erschöpft.

Die Familie vom anderen Schatz schenkt klein, aber lieb. Meine Familie schenkt gern und mit Begeisterung und gibt auch gern viel Geld aus, aber auch lieb.
Das müssen wir der jeweils anderen Partei noch mitteilen, damit es Heiligabend keine Irritationen gibt. Wir haben beschlossen, dass die Familien sich gegenseitig nichts schenken sollen.

Meiner Informationspflicht habe ich mit diesem Posting Genüge getan. Über Geschenke können wir dennoch reden.

Das schlimmste Geschenk jemals für mich war ein Paket, welches nach dem offiziellen Ende einer Beziehung ankam, aber noch in der Endphase verpackt und versand wurde. Das saß tagelang in einer Ecke und blinzelte mich blöde an. Drin war ein selten dämliches und lieblos zusammengefriemeltes Gedicht und eine entzückende Suppenterrine im Maßstab 1:12. Das habe ich aber erst erfahren, als ich es nach 10 Tagen Starren von beiden Seiten (ich das Paket, das Paket mich) geöffnet habe.

Die befremdlichste Geschenkserie jemals für mich waren 4 Spiegel und 6 Seifen. Von verschiedenen Leuten. Ein Spiegel war sogar mit batteriebetriebenem Licht besehen. Ich verstehe es bis heute nicht. Ich war nicht ungepflegt oder ungewaschen. Wieso dachten insgesamt zehn Leute, dass Seifen und Spiegel mir gut tun würden? Außerdem gab es drei Armbänder, die mit einander um den Preis des hässlichsten Armschmucks konkurrierten. Sehr befremdlich.

An dem schlimmsten Geschenkaustausch war ich nur mittelbar beteiligt und zwar als Nutznießer. Die Schwester hatte sich Handtücher gewünscht, aber vergessen zu erwähnen, dass sie jene beim Sport zu nutzen gedachte. Die Mutter hatte darauf hin nächtelang in liebevoller Kleinarbeit eine Reihe von Handtüchern umhäkelt. Das quittierte die Schwester mit einer knallenden Tür und Weinen.
Das Handtuch habe ich immer noch.

Das schönste Geschenk jemals war eine Karte zu Starlight Express, als ich 12 oder so war. Meine erste große Musicalproduktion. Bei der Overtüre traten mir die Tränen in die Augen, weil einfach wenige Momente so groß sind, wie wenn ein Haufen von Menschen mit Fahnen und Rollschuhen auf einer Bühne herumfahren und dazu Andrew Lloyd Webber aufgespielt wird.

Die großartigste Geschenkverteilung, nach wie vor ungeschlagen, war als der Opa Rätsel verteilte, bevor ausgepackt werden durfte. Die Eltern erhielten Zuckerstückchen (Kaffeeservice), die Schwester Holzrädchen (eine Eisenbahn), ich einen mit roter Folie umwickelten Stab (der langersehnte Zauberkasten).
Die Tradition haben wir letztes Jahr wieder aufleben lassen. Rätselgeschenke sind ganz großes Kino.

Die liebste Geschenktradition ist mit der Oma, die mit dem zu Beschenkenden einkaufen geht und danach zu Kaffee und Kuchen in einer Konditorei einlädt.

Geschenke kriegen ist toll. Geschenke machen ist noch viel toller.

Wilder Ritt auf dem Weihnachtsthema

sparrow | 28. November 2006, 23:39 | Weihnachtsfieber | [2] Kommentare



Im Hintergrund erschallt die neugekaufte CD mit Weihnachtsmusik, sorgfältig ausgewählt von mir. Einziges Kriterium: Der Quempas muss drauf sein. So singen also der Thomaner Chor aus Leipzig Hosianna und der Dresdener Kreuzchor jubiliert sein Gloria und ich bin in der richtigen Stimmung, das Weihnachtsessen zu diskutieren.

Als im September die fixe Idee auftauchte, dass man einen eigenen Weihnachtsbaum bräuchte, war sehr schnell klar, dass die einzige Möglichkeit wäre, die jeweiligen Familien nach Süddeutschland zu locken. Meine Familie in Punkt A, die Familie des anderen Schatzes in B (auch bekannt als das hinterletzte Stückchen in Deutschland - da muss man die letzten Kilometer zu Fuß laufen! Da gibt es ja keine Straßen.) wir in C. Wenn man das als gleichschenkliges Dreieck über Deutschland legt, hat man eine gute Vorstellung davon, was unter einen Hut zu bringen ist.

Auf keinen Fall war es eine Option, die Variante meiner Eltern nachzuspielen. Die verbrachten Heiligabend daheim, den ersten Feiertag mit Oma Rosamarie, den zweiten Feiertag mit Oma Helmi. Für uns hätte eine solch diplomatische Familienbesuchung eine Reise durch die gesamte deutsche Provinz mit Zwischenstop in Moskau bedeutet. Da schreiben andere Leute Bücher drüber! Das ging so gar nicht.

Also musste die Familie her, klare Sache. Ich hatte mir überlegt, dass wir komplett neue Traditionen schaffen könnten. Unser Weihnachten. Unser Weihnachtsbaum. Unser Weihnachtsmahl. Vor zwei Wochen habe ich diese großartige Idee dem anderen Schatz mitgeteilt. Der hörte sich meine Überlegungen und Pläne ruhig an, zuckte kurz zusammen, als ich die Begriffe "Kochbuch", "Weihnachten", "Fisch" und "alles anders" in einem Vortrag benutzt und erklärte mir dann sehr gefasst, dass er mich wie üblich in allen meinen Vorhaben nach besten Wissen und Gewissen unterstützen würde. Vorausgesetzt, dass auch der Begriff "Lende" darin vorkommen würde, wie in Schweinelende mit Sauerkraut und Weißbrot.
Ich war sprachlos! Ich wollte neue Traditionen, da die Weihnachtsmenüs nicht kompatibel waren. Ich wollte drei Gänge. Ich wollte feines Porzellan und eine Suppe vorweg.
Der andere Schatz nickte und sagte: "Ja, und Lende."
Flugs wurde eine Ein-Mann-Pro-Lende-Fraktion gegründet und "Lende, Lende" skandiert. Ich war schon in Sorge, ich würde ihn zukünftig mit Transparenten und Flyern vom Marienplatz klauben müssen.

Meine Familie war keine Unterstützung. Die Schwester wies darauf hin, dass Lende und Bockwürstchen ausgezeichnet zusammenpassen würden. Die Mutter erwähnte, dass die Lende oder Bockwurst Frage sie völlig kalt ließe, Hauptsache es gäbe Kartoffelsalat. Der Vater schmunzelte ob meiner Pein und meinte, er würde seit 10 Jahren versuchen, zu Heiligabend ein feines Menü zu kochen und hätte sich bisher nicht durchsetzen können. Er glaube nicht, dass es mir gelingen werde. Derweil im Hintergrund "Lende, Lende!"-Rufe vom anderen Schatz.

Fein. Gut. Ich weiß, wenn eine Schlacht geschlagen ist. Ist halt 5 (Familienmenü Sparrow) und 3 (Familienmenü anderer Schatz) nicht 8, sondern 53. Gibt es halt Bockwürstchen mit Lende. Dazu wird Kartoffelsalat, Sauerkraut und Weißbrot gereicht. Ihr könnt mich alle mal!

Ich bin so kurz davor, ihnen allen mit einem bayrischen, lauwarmen Kartoffelsalat und Krautsalat das Fest zu verhageln. Dreckstraditionalisten!

Übrigens, anderer Schatz! Dein Hinweis, gegen mich seist Du ja noch progressiv, als ich fieberhaft überlegte, wie man Bockwürstchen vom Metzger Gerstenberg in Werl nach München bekommen würde, war gänzlich unangebracht und wird bei der Geschenkeverteilung beachtet.

Der weltschönste Weihnachtsbaum

sparrow | 18. November 2006, 23:15 | Weihnachtsfieber | [6] Kommentare



In den vergangenen 28 Jahren war ich meiner Erinnerung nur drei Mal an Heiligabend nicht zuhause: Zwei Mal war die Mama auf Kur und die Familie reiste nach, einmal war ich beim Schüleraustausch.

1997 bin ich ausgezogen und seither brav jedes Jahr zu Weihnachten nach Hause gefahren. Dieses Jahr nicht! Dieses Jahr kommt meine Familie nach München. Dieses Jahr will ich einen eigenen Weihnachtsbaum!

Der andere Schatz und ich sind letzte Woche auf Beutezug gegangen, um für den weltschönsten Weihnachtsbaum weltschönsten Christbaumschmuck zu jagen.
Unglaublich, was es für Scheußlichkeiten gibt. Beim Ludwig Beck kann man sich eine ganze Gemüsesuppe an den Baum hängen - Knoblauch, Gürkchen, Paprika, Möhren, alles da, alles mundgeblasen. Und bis auf den penetranten Perlmuttschimmer auch originalgetreu. An welchen Baum hängt man so etwas? In welchen festlichen Rahmen passt ein Knoblauch außerhalb des Bratens?

Einige weitere Highlights, alle mit Perlmuttglanz:

- blaue, gelbe und pinke Quietscheentchen
- Donald Duck
- Schneewittchen und die sieben Zwerge in der Disney Version
- Kugeln im Harlequin's Look (rote, gelbe, grüne und blaue Rauten - nicht ein düsteres Grinsen, wie gewohnt
- Vögelchen in allen Farben mit Perlonfadenschwanz