Baum

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a sparrow, not a feature

Emanzenlila

sparrow | 25. November 2007, 22:39 | Shopping | [0] Kommentare



Meine wundervollen neuen Handschuhe sind quietschlila. Jetzt brauche ich nur noch eine Latzhose und Naturkrause.

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Gekauft übrigens bei Röckl in der Theatinerstraße. Unter anderem deshalb, weil sie sämtliche Waren in kleinen Schubfächern verstaut haben.

Unnütz, häßlich, dick und schmuddelig

sparrow | 22. Oktober 2007, 20:10 | Shopping | [0] Kommentare



Umkleidekabinen sind der Untergang der westlichen Zivilisation.

Kettenkauf

sparrow | 28. April 2007, 22:53 | Shopping | [0] Kommentare



Als Konsument hat man im Grunde ja nur eine Chance: gezielte und konsequente Konsumverweigerung.

Ich mag Ketten nicht. Ich finde es ultraöde, wenn die exakt selben Geschäfte mit dem exakt selben Layout und den exakt selben Möbeln und dem exakt selben Sortiment und dem exakt selben gelangweilten Personal in allen Fußgängerzonen weltweit zu finden sind.

Besonders das gelangweilte Personal langweilt mich. Ich will beraten und mich gut aufgehoben fühlen. Ich mag es, wenn jemand für mein Geld mir nicht nur mit einem falschen Lächeln das Produkt in die Tüte packt, sondern vorher meine Dissonanzen aufgelöst und bereinigt hat. Dafür gebe ich - z.B. bei meinem Lieblingsschuhgeschäft Felzmann - auch gern mehr Geld aus.

Die einzige Ausnahme bisher war der Ratzetzky Ecke Rumford- / Zweibrückenstraße, die ein unglaubliches Gefühl dafür haben, nach welcher "Idee" man sucht und ungefragt Zeugs anschleppen, welches man selber nicht in 100 Jahren anprobiert hätte, was aber dann genau das ist, was man haben will.

Läden, die ich gern meide sind unter anderem H&M, Deichmann und Douglas. Der Douglas hat aber heute einen großen Schritt zur Ehrenrettung getan. Die Mädels in der Theatinerstraße sind einfach nur saugeil.

Ich rückte an mit einer wilden Beschreibung: "So eine Duftkerze, weiß und viereckig, riecht irgendwie blumig, aber nicht nach Rosen, mehr so nach Frühling."
Die Kaufingerstraße versagte auf der ganzen Linie. Hab'm wa nicht, hatten wa auch nie, kriegen wir auch nicht wieder rein.
Die Theatinerstraße hörte mit geneigtem Kopf aufmerksam zu und schleppte mich zu Regal 1: "Das ist zwar nicht ganz das, was Sie suchen, riecht aber vielleicht ähnlich." Treffer eins. Das hätte ich fast gekauft, hätte sie mich nicht weitergezogen zu Regal 2: "Wie ist das? Das ist weiß und viereckig und riecht nach Narzissen" Treffer zwei. Meins.
So muss man sein Sortiment im Griff haben.

Leider war ich so begeistert, dass ich an der Kasse nicht aufgepasst habe. Mir wurden heimlich Pröbchen ins Tütchen geschmuggelt.

Shoppingformel

sparrow | 19. Februar 2007, 23:15 | Shopping | [0] Kommentare



Durch äußeren Druck nun die Shoppingformel und nur für Teresa (und Annika und wer hier sonst noch unidentifiziert über rabsi.de mitliest.)

Die einzige Person, die ich kenne und überhaupt keine Modesünden im Schrank hat ist die Schwester.

Ich selbst hingegen hatte da durchaus einige Ausfälle. Jemand hätte mir sagen sollen, dass Samtleggins ab dem ersten Tragen sackende Knie haben. Und dass violette Oberteile bis zu den Knien mit Tupfen und übergroßen Knöpfchen unangebracht sind für jemanden, der über 1,70 groß und 50 Kilo schwer ist. Solche Jäckchen waren damals gemacht zum Kaschieren für Hüften die zu diesem Zeitpunkt einfach nicht vorhanden waren. Auch Sigikid-Kleider mit lustigen Enten am Saum sind einfach untragbar. Hätte jemand mir sagen sollen. Hat aber nicht. Aber gut.

Die einzige Person, die ich kenne und überhaupt keine Modesünden im Schrank hat ist die Schwester.

Was an ihrem Shoppingverhalten liegt. Und der Shoppingformel.

Jedes Kleidungsstück hat einen Wert k. Der sich wie folgt ergibt:

K = p (n - w)

p steht für den Preis, n für den Nutzwert (Größe, passende Farbe, ect. ), w für den Wohlfühlfaktor (Wie toll fühle ich mich selbst in dem Teil).

p1 + p2 + pn = x

x steht für das einem Shoppingtrip zur Verfügung stehenden Budget.

Das Ziel ist es für x einen möglichst hohen Wert k zu erzielen.

Aha. Aufgepasst. Für den ultimativen Wert k müsste man einen transparenten Markt haben. Man müsste zu jeder Zeit in jedem beliebigen Geschäft p, n und w definieren können. Kann man nicht.

Die Schwester ist praktisch veranlagt und begnügt sich damit in der aktuellen Stadt p, n und w zu ermitteln, damit k zu wissen und mit x in Bezug zu setzen ist.
Das führt dazu, dass Shoppingtrips morgens um neun gegonnnen und in einem Kreuzzug quer durch verfügbare Geschäfte die variablen Parameter verifiziert werden. Um neun. Quer durch die Stadt.

Abends um kurz vor sieben wird in einer Lagebesprechung geklärt, welche k nun tätsächlich eingekauft werden. Um den höchstmöglichen k zu erzielen für den eingesetzten Wert x. Für alle Beteiligten ein Dauerlauf durch alle vorher besuchten Geschäfte mit k und x und p und n und w.

Ich wünschte, ich hätte unbegrenzt Zugriff zu ihrem Kleiderschrank.

Alternative Formeln, wie

* "In jedem Geschäft wird etwas gekauft"
* "Hauptsache, man drei verschiedene Wege zurückgelegt auf dem Weg zu k"
* "Fuckitall, ich brauch das Dings"
* "Samtleggins gehen immer"

gelten nicht.

Selbsternannten Shoppingexperten vermiete ich die Schwester zum Selbstkostenpreis (ein Latte Machiatto) und zur Vermittlung von Demutsgefühl.
Die Mutter und Oma sind bereits in die Knie gezwungen.

die sieben Shoppinggesetze

sparrow | 04. Februar 2007, 12:32 | Shopping | [3] Kommentare



Shopping = Einkauf von Kleidung. Ein Frusteintrag.


  1. Wenn man genau weiß, was man will, wird man genau das nicht bekommen.
    Beispiel: schwarzer, schlichter Rock. Kurz oder lang spielt keine Rolle.


  2. Wenn man dringend etwas braucht, wird man nichts bekommen, was gut aussieht, aber viel Geld für Kleidung ausgeben, die man nur ein einziges Mal trägt, dann aber jahrelang schamhaft in der letzten Kleiderschrankecke aufhebt, als personifiziertes schlechtes Gewissen. Schließlich wollte man das Zeugs gar nicht und schon gar nicht zu dem Preis.
    Beispiel: schlechtsitzendes Leinentop in unmöglichem Grauton für Galaball.


  3. Wenn man dringend etwas braucht, wird man nichts bekommen. Jemand anderes wird mit wehenden Haaren Berge von Hosen, Pullover, Schuhe und Hemden in Umkleidekabinen schleppen, vergnügt pfeifend die Kreditkarte zücken und unglaubliche Mengen an Tüten balancieren. Man selbst findet nichts, gibt dafür aber zuviel Geld aus.
    Beispiel: Kleiderschrank des anderen Schatzes.


  4. Wenn man grad pleite ist, wird man das perfekte Stück finden.
    Beispiel: schlichter, bodenlanger schwarzer Rock.


  5. Wenn man später mit Geld zurückkehrt, wird das perfekte Stück nicht mehr da sein. Die Kollektion hat gewechselt, einzig verfügbare Größen sind 34 und 48, diese Marke führen wir nicht mehr oder der Laden hat pleite gemacht.
    Beispiel: schlichter, bodenlanger, schwarzer Rock.


  6. Es gibt keinen Lerneffekt. Man beginnt immer wieder Shoppingtouren optimistisch und wohlgelaunt unter oben genannten Voraussetzungen. Man beendet den verschwendeten Tag demotiviert und frustriert. Das hätte man sich vorher denken können.
    Beispiel: Gestern.


  7. Manchmal passiert das Unmögliche. Schließlich gewinnen ja auch Leute bei Jauch oder knacken den Jackpot. Man findet ein Teil, kauft es, trägt es und möchte weinen, weil man selbst so atemberaubend schön ist, so überirdisch anziehend, so unglaublich federleicht und bezaubernd. Es sitzt wie angegossen, unterstreicht die eigenen Vorzüge und versteckt gekonnt kleinere Mängel. Das Teil ist eine Bombe. Man selbst ist eine Bombe.
    Gleich am ersten Abend wird jemand großzügig Rotwein drüber schütten.
    Beispiel: zauberhafter, schwarz-weißer Rock aus Wildseide.

Felzmann - der Schuhspezialist

sparrow | 26. Juli 2006, 22:37 | Shopping | [1] Kommentare



Mein mit Abstand allerliebster Schuhladen in München ist Felzmann zwischen Viktualienmarkt und Marienplatz, direkt am alten Peter vorbei.

Felzmann verkauft Gesundheitsschuhe in Schick - Ganter, Think!, Finncomfort, Birkenstock und ähnliche Marken finden geneigte Käufer. Ganz groß finde ich, dass sich die Damen und Herren von Felzmann für jeden einzelnen Kunden richtig Zeit nehmen. Sie hören zu, sehen sich ausgewählte Modelle an und verschwinden im Lager. Vollbepackt mit Kartons rücken sie wieder an mit dem lapidaren Satz: "Ich hab da noch was gefunden, was Ihnen gefallen könnte."
Leider dauert es zu Stoßzeiten manchmal ein bißchen, bis der eigene persönliche Fashionberater Zeit hat, allerdings macht die Qualität des Services das alles wieder wett.

Ich kaufte übrigens ein lustiges Paar Mary Janes von Ganther, die meine Verkäuferin anschleppte und hätte noch gekauft diese lustigen Sandaletten von Think in Rot mit dem Gebamsel, die aber nicht mehr verfügbar waren. Die finde ich nämlich richtig cool.

Die Schuhe sind übrigens naturgemäß nicht ganz günstig, haben dafür aber Topqualität und sind ausgesprochen bequem. Wer es billig mag und lieber desinteressierte kaugummi-kauende Aushilfsblondinen auf 400 EUR Basis will, kann ja zu Deichmann gehen.

Der Schrank ist da!

sparrow | 20. Juli 2006, 13:16 | Shopping | [0] Kommentare



Juche! Juche!

Grad kam die Meldung vom anderen Schatz, der wohnungshütend die Schrankankunft erwartete. Unser neuer Mitbewohner befindet sich zu 50% in der Wohnung.

Die anderen 50% stehen noch untem im Flur. Der Speditionsmann hatte liebenswerterweise geholfen, das erste Päckchen mit zu schleppen, obwohl er eigentlich nur hinter die erste Tür liefert.

Großartig! Jetzt können Skistiefel, Putzzeug, der Staubsauger und diverser anderer Krempel endlich ordnungsgemäß verstaut werden.

Ich freu mich sehr.

Weiss, gib mir mehr weiss!

sparrow | 17. Juli 2006, 11:34 | Shopping | [0] Kommentare



Nachdem die neuen Schränke jetzt stehen, ist das Schlafzimmer fast fertig eingerichtet. Die Wände sind weiß, die weißen Schranktüren passen mit den hübschen Kassetten zu den (weißen) Kassettentüren. Durch das große Fenster und die hohen Decken wirkt der gesamte Raum hübsch luftig und leicht.

Das IKEA-Bett Dalselv ließ sich wunderbar in einem warmen Kirschholzton beizen. Dazu passend die Nachtschränkchen ebenfalls gebeizt.

In zwei Ecken steht jeweils eine hölzerne Box für Schmutzwäsche - einmal für mich und einmal für den anderen Schatz. Die Box ist auch von IKEA, aber die finde ich grad online nicht.

In der Mitte vor dem Schrank steht der große Standspiegel von Kare. Daneben eine hübsche Palme.

Es hängen noch keine Bilder, weil wir uns bisher nicht einigen konnten. Ich möchte Fotografien aufhängen, schöne, großformatige Bilder in tollen Rahmen. Mir schweben Fotos vor mit kräftigen, satten Farben: rote Sonnenschirme, weißer Sand, blaue Himmel, blaues Wasser. Der andere Schatz weiß noch nicht, was er genau will. Er will auf keinen Fall großformatige Strandfotografien, die mit Polfilter aufgenommen wurden. Das ist ein Problem, über das wir diskutieren müssen. Wir haben allerdings kein Zimmer eingerichtet ohne ausführlich zu diskutieren. Bisher wurde immer ein Kompromis gefunden.

Wir konnten uns darauf einigen, unsere komplette Bettwäsche auszutauschen. Weg mit geometrischen blauen Mustern, weg mit gelben Blümchen. Her mit reinen, jungfräulichem Weiß.
Das hatten wir uns so überlegt, aber die Umsetzung ist doch nicht ganz so einfach. Es gibt wenig Bettwäsche, die komplett weiß ist. Meistens sind blöde Blümchen mit eingewebt oder Streifen oder aber es ist eine Traumwäsche mit Hohlsaum für den Preis eines mittleren Kleinlasters.
Bei Weiß in Weiß gibt es alles, was man sich in weiß wünschen kann zu vernünftigen Preisen. Ha!
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