Baum

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a sparrow, not a feature

Bond, James Bond

sparrow | 18. Januar 2007, 01:22 | Kinogänger | [1] Kommentare



Über den neuen* Bond ist bestimmt schon alles gesagt, was gesagt werden kann. Daniel Craig ist klasse, wenn auch mit nassen Haaren recht dämlich, dafür aber in Badehosen nett.
Nennenswert nur das Zitat des anderen Schatzes:

Wieso hat der so tolle Applications auf seinem Sony Ericson, wo doch meines in kürzester Zeit kaputt gegangen ist?


Toller Film, meine Vorstellung von gelungener Action. In den ersten 10 Minuten explodierte ein Baugerüst und auch ein Auto in Überschlag war vorhanden.

*ahahaha. Ich brauchte meine Zeit, bis ich ins Kino kam. Der "letzte" ist sicherlich richtiger.

Die 10 wasserreichsten Kinomomente

sparrow | 29. September 2006, 20:39 | Kinogänger | [1] Kommentare



Ich bin eine Heulsuse, ganz klar. Mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit regne ich bei folgenden Kinomomenten:



Außerdem weine ich bei Overtüren und Standing Ovations. Grundsätzlich.

Miami Vice - kein Krawall?

sparrow | 06. September 2006, 22:55 | Kinogänger | [0] Kommentare



Ich weiß, was man von der Verfilmung einer Kultserie zu erwarten hat: Lustiges, bonbonbuntes Krawallkino mit markigen Sprüchen, mindestens einer zünftigen Schlägerei und ein Auto oder ein Gerüst, welches unvermittelt und ohne Motivation in Flammen aufgeht. Das war es, was ich einkaufen wollte.

Was ich bekam war eine düstere Geschichte über Kriminaler und Kriminelle und die haarfeine Grenze dazwischen mit einer abstrusen Story, die ich nicht ganz verstanden habe, einer Kneipentour in Havanna, obwohl die Geschichte in Miami und Columbien spielte, 3 1/2 Bett-Szenen (eine im Auto, deswegen halb, eine Gangsterbraut - Oberverbrecher, jeweils eine für jeden Hauptdarsteller in der Dusche), diverser, ewiglanger Bootspartien, zwei Schießereien (eine sehr kurz, die andere übermäßig lang), sowie die weniger schöne, mir zu detailierte Darstellung von verschiedenen Todesarten (Tod durch Panzerfaust, Tod durch Laster, Tod durch unbenannte Schusswaffen). Außerdem etliche nächtliche Treffen auf Parkplätzen und Parkhäuserdecks. Parken, so scheint ist, ist eine großartige Vorbereitung auf ein nächtliches Treffen.

Kein markiger Spruch, nur unangebrachter Zynismus, kein explodierendes Auto und nicht ein weißer Anzug.

Nö Freunde, so nicht. Das gibt nur ein Sternchen und auch nur für den Schnauzer von Crockett.
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Pirates of the Caribbean II - Dead Man's Chest

sparrow | 06. August 2006, 15:36 | Kinogänger | [0] Kommentare



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Großartiges Popcorn Kino! Über die Geschichte gibt es wenig zu sagen, die hält sich dankenswerter Weise dezent im Hintergrund, um die Fecht-, Schlacht-, Wasser- und Actionszenen nicht zu stören. Hier wird noch nicht mal der Versuch unternommen, die hanebüchene Story plausibel zu machen. Es ist einfach so und fertig. Ich bemühe mich trotzdem um eine kurze Zusammenfassung:

Will Turner und Elizabeth Swann werden festgenommen, weil sie Captain Sparrow behilflich waren. Sparrow treibt sich mit seiner Black Pearl irgendwo auf dem Ozean rum, weiß aber nicht was er will, weswegen sein magischer Kompass nicht funktioniert. Den Kompass begehrt Beckett, der Will seine und Elisabeths Freiheit verspricht, wenn er den Kompass besorgt. Will macht sich auf die Reise.
Jack Sparrow hat andere Probleme. Er muss sich mit dem unheimlichen fliegenden Holländer herumschlagen, der Jack zu lebenslanger Sklaverei verpflichten möchte.

Das ist aber, wie gesagt, alles nebensächlich. Wichtig sind die grandios inszenierten Fechtszenen, die minutenlang das ganze Publikum in Atem halten und auf jeden Höhepunkt nochmal einen drauf setzen. Großartig. Fantastisch.
Wichtig ist auch der wundervolle Johnny Depp, der seinen Captain Sparrow wahlweise völlig betrunken, tuntig oder komplett wahnsinnig durch die Gegend wanken lässt.
Wichtig ist der schöne Orlando Bloom, wenn er als echter Held durch die Takelage hüpft, sich an Seilen auf und nieder schwingt und mehr als einmal allen das Leben rettet. Außerdem reißt sein Hemd auf.

Der Film ist wie eine zweistündige Achterbahnfahrt. Bitte Hirn ausschalten, anschnallen und loooos gehts!

Ich gebe drei Punkte und freue mich auf den dritten Teil.

Lemming - wirres französisches Intellektuellenkino mit Psychotwist

sparrow | 26. Juli 2006, 22:13 | Kinogänger | [1] Kommentare



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Ein junges, verliebtes Paar. Er ist ein erfolgreicher Ingenieur, sie hütet das Haus, abends kuscheln sie sich aneinander. Bis man ein vermeindlich dahingeschiedenes Nagetier aus dem Abfluss zieht, welches sich als springlebendiger Lemming entpuppt. Bis die Frau des Chefs zum Abendessen anrückt, sich hochgradig unpassend benimmt, einen Tag später dem verliebten jungen Ehemann Avancen macht und - als dieser sich nicht kooperativ zeigt - eine perfide, nachhaltige und wirkliche fiese Rache übt.

Soweit die Geschicht ohne Spoiler. Der blöde Lemming wird geschickt als metaphorischer Überbau genutzt. Das führt dazu, dass man auf der Sesselkante hockt und betet, dass endlich mal jemand drauflatscht auf das verdammte Vieh. Ich muss gestehen, dass ich kurz davor war, die Hauptdarsteller anzufeuern: "Jetzt mach schon, da hinter der Wäschetonne! Tritt drauf! Gib's ihm!"

Der Spannungsbogen ist mit fiesen Hitchcock-Methoden aufgebaut: Ständig dissonante Klaviertöne in alltäglichen Situationen. Da! Eine Tür! Oh mein Gott! Ein Treppenaufgang. Fies. Der Spatz weilte zu all diesen Situationen mit Fingern in den Ohren unter dem Sitz und fragte nur ab und an, was denn jetzt grad passiert wäre. "Sie ging die Treppe rauf" flüsterte der andere Schatz. Oder "Er parkt".
Am gemeinsten fand ich eine Autofahrt mit Walzer im Hintergrund. Sie fahren Serpentinen entlang. Sie fahren durch einen Tunnel. Sie fahren weitere Serpentinen. Folter! Für meine Nerven war das gar nicht gut.

Die Schockmomente waren präzise gesetzt und hauptsächlich deshalb schockierend, weil sie nicht ankündigt wurden und in schöner Regelmäßigkeit alltägliche Situationen zu einem echten Horror werden ließen.

Ich habe mich gut unterhalten, verstanden habe ich den Film allerdings nicht. Ich gebe 3 von 4 Sternchen.