Ich habe mir eine Busfahrt gegönnt und damit meinem müden Körper 15 Minuten länger die wohlverdiente Bettruhe beschert. (Die nutzte ich effektiv, um Leute aus den Federn zu scheuchen. *kicher*)
Im vollbesetzten Bus waren nur noch Plätze zwischen lärmenden Schulkindern frei. Während ich also versuchte das Schaf und meine Schultasche irgendwie zu verstauen, schaut mich ein Knirps mit blondem Meckischnitt treuherzig an. Nach sorgfältiger Musterung bot er mir mit ausgesuchter Höflichkeit seinen Platz an. Ich erwiderte den unschuldigen Blick aus leuchtend blauen Augen ziemlich verwirrt. Gut, ich hatte schon mal bessere Zeiten. Ja, ich bin übernächtigt und grau um die Augen herum. Aber sehe ich denn wirklich so klapprig aus?
Ich merke, wie ich relativ krampfhaft versuche einen lockeren, leichten Ton anzuschlagen. Fällt mir schwer, da ich eigentlich ziemlich böse bin. Hier zeigen sich die Restriktionen eines öffentlichen Tagebuchs. Ich kann mich nicht so auskotzen, wie ich es eigentlich möchte. Wenn das eigene Temperament Menschen verletzen kann, die einem nahe stehen, sollte man aufpassen, wo man der Wut freien Lauf läßt. Das Internet ist mit Sicherheit nicht der richtige Ort.
Aber trotzdem: Manchmal finde ich das Gebahren einiger Leute nicht nur befremdlich, sondern im höchsten Maße ärgerlich.
Ich bin erbost, entrüstet und empört. Morgen mit Sicherheit nicht mehr, da ich meistens ganz fürchterlich aufbrause, mich aber auch genauso schnell wieder abrege. Drei bis vier Sachen werden ich den Betroffenen aber noch deutlich machen.
Momentan merke ich sowieso, wie alles anfängt mich zu nerven. Oberster Kandidat auf meiner Liste ist Strato, weil ich meine Mails nicht abrufen kann. Gleich danach kommen die VWL-Bücher, über denen ich eigentlich sitzen sollte. Nach Prioritäten geordnet folgen: der noch unkopierte Statistikordner, der als böses Schreckgespenst durch meine Träumen jagt, der Psychologiehefter, der mich von dahinten hämisch angrinst, alle Computer, die das KHK-Icon auf dem Desktop haben, sowie mein Kühlschrank, der nachdrücklich eine sorgfältige Säuberung verlangt.
Und Sommer-Sonne-Strand-Mucke à la Dingedingedongdongsong (oder wie auch immer der heißen mag) aus meinem Radio, welches doch sonst immer so schöne Musik aus den Achtzigern dudelt.
Hab ich an alles gedacht? Ich hoffe doch. Sonst muß ich morgen noch mal maulen.
Mit viel, viel Cola und noch mehr Geduld habe ich die ganze Nacht an den Südafrikaseiten gebastelt. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, Style Sheets zu verwenden und das dauert einige Zeit.
Bisher war ich immer der Meinung, daß ich es nicht bräuchte. Tatsächlich stelle ich aber fest, daß es nicht nur einen Riesenspaß macht, sondern auch sehr viel bequemer ist. Frei nach meinem Learning-by-Doing Konzept lerne ich nichts, was ich nicht brauche oder was mir keinen Spaß macht. Das stellte auch
Kolja fest. Der vermutete in einer Mail, daß ich entweder der Vollprofi sei, weil ich die Entwürfe für die Einladungskarten auf 72 dpi reduziert habe, um sie per e-mail zu versenden oder aber Mist gebaut hätte.
Selbstredend trifft letzteres zu. Normalerweise sind alle meine Grafiken für den Nestgebrauch, also mit kleiner Auflösung. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, daß ich für Print-Design eine andere Auflösung benutzen könnte.
Jetzt habe ich Dank oben erwähntem Herren eine vollständige Dissertation über Auflösungen. :o))
Mein Radio verkündet, daß es sechs Uhr ist. Ich werde jetzt gleich einen Fragebogen für Dienstleistungswirtschaft entwerfen und noch Texte für das Programmheft zum FH-Ball basteln. Knapp zwei Stunden sollten dafür ausreichen.
Mein übermäßiger Colakonsum hat zur Folge, daß ich hibbelig auf meinem Stuhl hin und her hüpfe und eigentlich kaum zusammenhängend schreiben kann. Das merkt man an meinen wilden Themasprüngen. Trotzdem sollte ich mich vielleicht noch eine Stunde oder so konzentrieren.
Zum Glück ist es draußen kalt und ich muß zur FH laufen. Es gibt nichts, was so wach macht, wie ein Spaziergang durch knisternde Winterluft. Außer vielleicht acht Stunden Schlaf. Schlafen kann ich aber auch noch im März.
Ich finde, es hat immer einen gewissen Charme, wenn mir Lorenz ein Jahr lang erzählt, daß er "You're the Voice" von John Farnham verzweifelt sucht und doch so unbedingt haben will und ich plötzlich entdecke, daß ich es auf einer BilligCD aus dem Supermarkt habe, die ich vielleicht drei mal gehört habe. Hihi.
Nach meinem verlegenen Geständnis folgte eine vielsagende Stille am anderen Ende des Telefondrahtes, die ich nur durch das Versprechen brach, besagte CD sofort und unverzüglich zu übergeben.
Es tut so gut, wenn sich Mißverständnisse, die sich in knapp einem Monat angehäuft haben, einfach so in Luft auflösen. Ich entdecke die Sehnsucht platt gepreßt zwischen meinen Büchern, wo ich sie als Lesezeichen mißbraucht habe und finde Verliebtheit unter einem Papierstapel.
Manchmal gibt es Sachen, die haben kurzfristig eine höhere Priorität, am Ende sind doch nur wenige Sachen wirklich wichtig.
Oh, was liebe ich Schnee. Die Plattenbauten um mich herum sind komplett zugedeckt mit weißem Puderzuckerschnee, der im Schein einer Straßenlaterne glitzert. Die kahlen Bäume, die Hundehaufen, die morastigen Schleichwege.. alles verschwindet unter dieser weißen Märchenpracht.
Sindy und ich nutzten die Gelegenheit zu einem kleinen Winterspaziergang, den die verrückte Nudel natürlich prompt in eine Schneeballschlacht umfunktionierte.
Im Hintergrund läuft Blitz und zeigt Bilder von der Streifabfahrt. Da hätte ich über Silvester auch runter brettern sollen. Wenn meine Familie nicht beschlossen hätte, kollektiv krank zu werden.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben hoffe ich. Ostern wollen wir den nächsten Versuch starten. Langsam kriege ich wirklich Sehnsucht danach, kalten Wind im Gesicht zu spüren, während ich mit einem Affenzahn die Pisten hinunter sause.
Manchmal denke ich, ich bin einfach zu egoistisch für Beziehungen.
Mein Kopf schwirrt noch von den ganzen Paragraphen, die ich mir vergangene Nacht hinein gepfropft habe. §9 Werbungskosten, §4 Gewinnermittlung, §2 Einkunftsarten... Ich vermute, ich werde heute nacht gut schlafen - zum ersten Mal seit Tagen.
Es ist irgendwie ein schönes Gefühl so müde zu sein, daß der Kopf immer zur Seite fällt und der ganze Körper gar nicht anders kann, als zu entspannen.
Ich werde jetzt das einzig Richtige tun und schnurstracks in mein Bett marschieren, welches da verlockend mit der gelb-blauen Bettwäsche wedelt. (Gelb - Blau. Wer hätte das vermutet!)
Hihihi. Wer hätte gedacht, daß ich mit einer simplen Frage soviel Verkehr in meinem Gästebuch auslöse. Melody> brüllte ihre Vorschläge gerade zu heraus, Schnuffel erging sich in typisch männlichen Phantasien (Strähnen um den Finger wickeln und so) und Walt schickte mir seine Tips gleich zweimal.
Jetzt denke ich bin ich bestens gewappnet und werde nächste Woche irgendwann mal probefrisieren, um mich dann endgültig zu entscheiden.
Vermutlich werde ich Sindy ein paar Klemmen in die Hand drücken und ihr die weitere Gestaltung überlassen. In Südafrika hat sie mir mal was gezaubert, was tatsächlich einen ganzen Abend hielt, ohne sich auch nur ein kleines Stückchen vom Platz zu belegen. Und dabei sah es noch nicht mal so betoniert aus. :o))
Der Ball wird sowieso spaßig. Abgesehen von den unheiligen drei (El Sindy, Dörtchen und ich) werden noch der Anzugszwerg, Mathias und Lorenz anwesend sein. Rabsi versucht noch eine Vertretungstorfrau zu mobilisieren. Eine Runde, die nicht nur Chaos, sondern auch Spaß garantiert.
Sonntag werde ich die Eröffnungsrede schreiben, die Moderation steht, das Outfit auch. Der Ball kann kommen.
Der Spatz wird zur Nachteule. Das ist schon die dritte Nacht in Folge, die ich kaum oder gar nicht schlafe. Gleich werde ich baden gehen (mit dem wundervollen Badeöl von dem wundervollen Menschen, der mir zum Geburtstag das Fischmobile bescherte) und dann noch eine Runde mich mit Steuern beschäftigen. Morgen ist es dann nur noch eine Klausur und eine Hausarbeit. Dann halte ich hoffnungsfroh mein Vordiplom in den Händen.
Diese ständige Lernerei macht mich fertig. Ich träume schon von Sonderausgaben und Gesellschafterhaftung. Sehr beängstigend. Wenigstens profitiert mein Tagebuch.
www.nichtfrau.de, der Psychotest. Ich hab ihn gemacht und festgestellt, daß ich zu 95% ein Mann bin. Merkwürdig, daß anhand von Wissensfragen so etwas bestimmt wird. Vermutlich habe ich den Zuschlag gekriegt, weil ich wußte, daß Lothar Mathäus nicht der Kapitän von Bayern München ist. Hehe. Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich lieber zu 95% männliche Züge habe, als mich wie das Weibchen zu verhalten, welches da neulich in dem Vorstellungsgespräch für den Lehrauftrag Rechnungswesen saß.
Diese nämlich kochte, trotz abgeschlossenem Wirtschaftsstudium, nicht nur Kaffee für ihren Chef, sondern erklärte auch, daß Studenten sich immer zu viele Illusionen über ihre Chancen am Arbeitsmarkt machen. Gerade Frauen landen doch immer in der Buchhaltung.
Die kleine Emanze in mir schrie und tobte und trommelte mit den Fäusten auf dem Boden herum. Ich mußte ihr den Mund zuhalten, damit sie nicht komplett die Fassung verlor.
Um es gleich zu sagen: Ich habe nichts gegen Buchhaltung. (Doch, habe ich. Ich hasse Buchhaltung. Ich habe nichts gegen Buchhalter und Buchhalterinnen. Das meinte ich) Ich wehre mich nur energisch gegen die Aussage, daß
Frauen immer in der Buchhaltung enden.
Ich studiere doch nicht vier Jahre, um irgendwo zu
enden. Da hätte ich die Zeit wesentlich besser investieren könne.
Klar, hab ich Illusionen. Und ich gebe keine davon ab. :o)))
Eigentlich sollte ich lernen, oder doch zumindest tief schlafen. Statt dessen suche ich mir immer neue Ablenkungen, während im Hintergrund die 0190 - Jingles gesungen werden.
Mein Tagebuch habe ich sowieso viel zu lange vernachlässigt, also kann ich genauso gut mal ein bißchen was Produktives tun.
Die letzten Wochen waren ein einziger Streßpacours. Diverse Klausuren, Vorbereitungen für den FH-Ball und so weiter.
Ich mag nicht über Weihnachten reden. Nur so viel: Ich kann jetzt innerhalb von 3 Minuten Wadenwickel wechseln.
Ich mag auch nicht über Sylvester reden. Nicht, weil es nicht sehr nett war, sondern weil es mir schon wieder so lange her scheint.
Es passiert nicht viel. Das Telefon funktioniert wieder, der Computer auch (trotz oder wegen Harlequins Intervention)
Soweit also ist mein Leben wieder in Ordnung.
Das Jahr 2000 als solches entäuscht mich. Keine nennenswerten Computercrashs (außer meinem und der hatte nichts mit der dreifach Null zu tun. Eher mit Sicherungen die ständig rausflogen), nichts hat sich verändert.
Meine Vorsätze fürs neue Jahr lassen sich bisher recht gut an. Ein neues Zeitmanagement habe ich eingeführt. Der Schlendrian und die Lethargie werden aktiv bekämpft. Meine Ernährung als solche spottet nicht mehr komplett dem Begriff als solchem. Ich kann eigentlich ganz zufrieden sein.
Frage: Was mache ich mit meinen Haaren zum FH-Ball? Irgendwelche Vorschläge?
Meine Haare sind fürchterlich dünn und Frisuren halten in der Regel nur für fünf Minuten. Normalerweise zopfe ich sie im Nacken oder halte sie mir mit Spangen aus dem Gesicht. Für den Ball möchte ich etwas Besonders. Ich habe überlegt, ob ich sie auf Lockenwickler aufdrehe und dann mit viel Haarspray und Klemmen am Hinterkopf aufstecke.
Gibt es sonst Ideen? Hat jemand einen heißen Tip für mich? Redet mit mir!
Richtiges Kaffeewerbungsfeeling kriegt man nur mit zünftigen Pyjamas hin. Und wenn ich Pyjama sage, dann meine ich keinesfalls Schlafanzüge, sondern die richtigen, die mit den Knöpfen und der einen Tasche rechts.
Mit einem ordentlichen Pyjama macht Wohlfühlen noch sehr viel mehr Spaß. :o)
Allen Ungläubigen habe ich es heut mal wieder gezeigt. Ich weiß natürlich nicht, in wie weit die Ungläubigen sich dessen bewußt sind, ein Grund mehr, diesen Umstand im Diary zu erwähnen.
Ich habe nämlich gekocht und zwar richtig feudal. Filet im Rock mit Käsesauce, Kroketten, Erbsen und Möhren und Mövenpickeis zum Nachtisch.
Ich erzähle selbstredend nicht, daß ich eines der berühmten Mogelrezepte meines Papas geklaut habe.
Ein Mogelrezept bedeutet im Grunde nichts weiter, als daß das Essen super fesch aussieht, super lecker schmeckt, aber super einfach zuzubereiten ist. Spatzensicher sozusagen.
Außerdem hatte ich Hilfe, die mir ständig im Weg herumfuchtelte und mir mit einer gewissen Genugtuung den Pfefferstreuer aus der Hand nahm, um selber zu würzen.
Irgendwie ist es symptomatisch, daß Leute ständig versuchen, mir Kücheninventar aus der Hand zu nehmen. Sindy zum Beispiel ist pfeilschnell zur Stelle, wenn ich ein Messer auch nur anschaue. Mathias ist da keine Ausnahme.
Für Küche und Haushalt war ich halt noch nie geboren.
Draußen nebelt es seit Tagen. Eine Waschküche ist nichts dagegen. Der November schlägt voll zu.
Es ist eine seltsame Stimmung, die Schritte werden gedämpft und aus der weißen Wand vor/über/unter mir dringen seltsame Töne an mein Ohr. Die Wildenten ziehen gen Süden. Man hört das Quaken und sieht schemenhaft die V - Formation. Ich liebe Herbst.
Am liebsten mag ich es, wenn es nicht regnet und man mit Schwung und Genuß durch die Blätterhaufen pflügen kann, die umsichtige Mitbürger am Straßenrand aufgefegt haben.
Im Radio haben sie gesagt, daß eine relative Luftfeuchtigkeit von 99% herrscht. Ein Prozent mehr und ich brauche einen Schnorchel. Kalt ist es auch, wird Zeit, daß ich meinen Schal fertig stricke.
Auf ewige Freundschaft hakeln, bedeutet manchmal rein gar nichts. Und manchmal bin ich noch nicht einmal enttäuscht oder verletzt, sondern nur verwundert.
Warum verhält sich X, wie sich X verhält? Warum sagt Z nicht klar und deutlich, was Z denkt? Und warum möchte Y keinen Kontakt mit mir, obwohl der Kontakt dann ohne mein Wissen über Dritte gehalten wird. Ich darf nicht, aber Y darf.
Abmachungen sind Abmachungen und sich nicht daran zu halten, ist unfair.
Kein Kontakt sollte doch wohl auch heißen, kein Kontakt mit dem Umfeld, oder? Kein Kontakt sollte heißen, keine stundenlangen Gespräche mit X und Z.
Der Teufelskreis wird so nicht unterbrochen. Die alte Formel gilt immer noch. Geht es mir schlecht, geht es Y gut, denn es heißt ja, daß ich für und an Y fühle und denke.
Ich bin verwundert und resignativ. Und so unendlich müde, ob der ganzen Situation.
Ich schließe die Tür hinter mir, drehe den Schlüssel zweimal um und verbarrikadiere den Eingang, um irgendwann strahlend wie Phönix aus der Asche wieder auf der Straße zu erscheinen.
Würde nicht jemand ab und zu dreimal klopfen, ich glaube ich würde.. ich weiß nicht...
Es ist jetzt 6.01 Uhr, also eigentlich schon der 12. November. Aber Morgen ist ja erst immer nach dem Schlafen.
Ich bin fertig. Endlich, endlich habe ich den Overkill upgedatet, alles andere auch ein bißchen nachgestrichen und tada die Blinkepage fertig gemacht. Sie sieht grauselich aus und ich bin wahrhaftig stolz.
Zwei Aussagen möchte ich hier zitieren:
"Du schreibst nicht viel Persönliches in Dein Diary, oder?" und "Bist Du vorsichtiger geworden? Irgendwie fehlt die Euphorie..".
Recht haben beide. Ich bin tatsächlich vorsichtiger geworden. Wenn ich mir die Einträge vom letzten Herbst durchlese.. Weia, ich war so fürchterlich verliebt und so himmelhochjauchzend. Das bin ich auch jetzt, wenn auch anders. Aber tatsächlich: Das, was ich nie wollte, ist passiert. Mein Diary dümpelt irgendwo am Ufer der Oberflächlichkeit vor sich hin.
Ich wollte nie Weltpolitisches behandeln, noch wollte ich so intim und persönlich werden, wie zum Beispiel MarinaNara. Aber doch wollte ich ein bißchen von mir preisgeben. Nun, wo ich es entdeckt habe, werde ich versuchen, es zu ändern. Oder zumindest ein gutes Mittelmaß zwischen Vorsicht und Offenheit zu finden.
Von der Schlammschlacht der letzten Wochen mag ich nichts berichten. Es ärgert und verletzt mich, wenn eine Beziehung und eine Freundschaft auseinanderbricht und dann nichts übrigbleibt, als üble Nachrede und Hetze. Obwohl ich mit einer Mischung aus Zufriedenheit und Entsetzen feststelle, daß es mich eigentlich recht wenig berührt.
Zufriedenheit, weil ich nicht mehr so leicht verletzbar bin. Entsetzen aus dem selben Grund. Bin ich abgestumpft und resigniert? Oder einfach nur härter im Nehmen? Keine Ahnung, vielleicht finde ich es raus. :o)
6.16. Ich werde schnell alles hochladen und dann meinen Herzallerliebsten wecken. Dessen Wecker hab ich schließlich geklaut. Und irgendwie muß der arme Kerl ja aus dem Bett kommen. :o)
Ich liebe Wochenenden. Im Grunde könnte ich nur für die Wochenenden leben. Die gesamte Woche über im Bett bleiben, ab und an mal aufstehen, um ein Nutellabrot zu verzehren und ansonsten still und heimlich vor mich hinträumen.
Was brauch ich die Welt, die Welt braucht mich schließlich auch nicht.
Ohne Probleme könnte ich mich fünf Tage lang in meine schicke neue Satinbettwäsche (danke Mama) kuscheln und den Tagesablauf nur nach Fernsehserien definieren. (Talkshows sind nach wie vor Müll. Und sie werden auch nicht besser.)
Dieses Wochenende war der Spatz mal wieder auf Reisen und zwar (allein wegen der Landschaft, klar doch) in Ostwestfalen. Eine wirkliche zauberhafte Gegend. New York City meets rural Africa. Hehe. Obwohl sie ja doch alle fließend Wasser haben. Glaub ich jedenfalls.
Reisen mit Rüter Tours. Kann ich nur empfehlen. Die freitägliche Sightseeingtour.. schade nur, daß ich meinen Photoapparat vergessen habe.
The Box stand auf dem Programm. Nein, wir haben uns nicht den gesamten Freitag in einem Pappkarton aufgehalten und die Architektur bewundert. Eine Musikbox war das und damit seine Stammdisco.
Menschengucken: Mädchen mit bleichgeschminkten Kindergesichtern und tiefroten Lippen, die Augen dunkel geschminkt. Kunstvoll aufgesteckte schwarze Haarteile und transparente Spinnennetzshirts über schwarzen BHs. Stilecht mit langen schwarzen Handschuhen, in denen Zigaretten zitterten.
Daneben Herren mit T-Shirt Aufschriften: "Praise the Whore 666". Äh ja.
Zu spät geborene 68er in Schlabberpullis und sorgfältigem "Ungepflegtoutfit" und dazwischen wir. Welch passender Mix.
Aber man kann sich ja überall anpassen. Eine gelangweilte Miene, ein arrogantes Schlürfen am Gin Tonic, blasiertes Kopfgewippe zur Furchtbarmusik und man fügt sich ohne weiteres ein.
Dann wildes HTML-Gewurschtel. Ein Hoch dem Editor von [http://www.meybohm.de]Ulli Meybohm[/url].
Es wird gelb. Wer hätte das erwartet. :o))) Mit blauer Schrift. Auch das ist eine Überraschung.
Diese Gelbmanie muß aufhören. Ich seh mich schon meinen wunderbar waldmeistergrünen Blätterhintergrund gelb... äh.. nein, da will ich gar nicht dran denken.
Wenn ich jemals reich werde, werde ich ein Traumbad haben, mit einer riesengroßen Badewanne und einem Dschungel aus Grünpflanzen. :o)))))
Nach wie vor habe ich nichts gegen Sachsen. Und manche Rotschöpfe sind mir lieber als andere. Obwohl ich blonde Ostwestfalen lieber mag als rotgeschopfte Sachsen.
Diary wieder einfach. Obwohl mir die Wetterspatzen Spaß gemacht haben, habe ich beschlossen, mich doch wieder nur auf den einfachen Text zu konzentrieren. Es dauert einfach zu lange.
Frank hat wohl recht mit seinem 10-Minuten-Konzept.
Ich habe aufgeräumt und fand:
- zwei Paar Socken (nicht meine)
- 11 CD's (auch nicht meine)
- 2 T-Shirt's (kenn ich nicht)
- 1 Pullover (nunmehr in meinem Besitz)
- 3 Handtücher (zur Aussteuer hinzugefügt)
"Wie.." mögen jetzt diverse Leute vielleicht denken. "Sie wird doch nicht wohl..?"
Doch, sie wird. Und sie tut. Und sie lehnt es definitiv ab, in irgendeiner Weise ein schlechtes Gewissen zu haben. Mir geht es wunderbar und alles andere kriege ich auch noch in den Griff.
Hach, was hatte ich für ein wunderschönes Wochenende. Dörtchen lud zu ihrem Geburtstag nach Wilhelms Grille ein. (Allein wegen des Ortsnamens ist das Dörfchen eine Schau) Prominenz rollte an und Sindy und ich waren auch mit von der Partie. Eine ganz entzückende Runde mit Stefana, Ali, dem Zwerg und Flik, der gewohnt charmant für die gute Aussicht sorgte. (Die Cordhose ist klasse!)
Mißgünstige Pädagogen ohne Feingefühl, aber mit schlecht gefärbten roten Haaren und fürchterlichem Sachsenakzent kommen auf meine persönliche Abschußliste. :o)