Am Montag erhielt ich einen Newsletter von
Jochen Schweizer mit dem Betreff "Im April: Über's Wasser gehen wie Jesus!" und dachte erst, die Jungs und Mädels hätten sich zum Feierabend ordentlich einen eingeschenkt.
Den Aprilscherz erkannte ich erst, als ich versuchte das Dinner unter der Brücke zu bestellen.
Klasse gemacht!
Wenn ich Kim Frank sehe oder von ihm höre, muss ich kichern. Immer. Mal ganz abgesehen, dass die Profilneurose des Kerls einfach nur ungeheuer amüsant ist, denke ich immer an meine erste Begegnung mit
Harli, der zu einem Projekt drei Tage zu spät kam und zur Strafe den gesamten Freitag Nachmittag mit einem Mädel eine Fan-Homepage für "Echt" bauen musste. Dabei erklärte sie ihm sehr ausführlich, warum "Echt" für sie ein "echtes" Problem darstellte: Der Sänger (Kim Frank) sei ja so arrogant und doof, aber sie hätten so viel gemeinsam! Diese unglückliche Konstellation kann man schon über diverse Stunden diskutieren.
Er warf verzweifelte Blicke in die Richtung der Projektleitung, die aber sehr beschäftigt war mit anderen Dingen und sich heimlich krümelig lachte.
Ich aß Petersiliensträußchen vom Buffet.
Später gab es Sekt.
Samstag fand ich mich selbst mit feuchten Augen ob des pathetischen Einmarsches unseres Henrys und ab einem Punkt brüllend und mit beiden Fäusten fuchtelnd hüpfend und "Gib ihm! Hau ihn auf die Gusche! skandierend.
Manchmal sollte man seinen Horizont vielleicht nicht erweitern. Manchmal ist es sehr verstörend, was am Ende des Regenbogens auf einen wartet.
Die Sympathiebekundungen des Publikums war eindeutig (Henry, Henry!), genauso wie die Aufgabenbeschreibung (Auf die Zwölf! In die Fresse!).
Man ermahnte mich bei der Taschenkontrolle am Eingang, dass man zu einem Boxkampf kein Buch mitnimmt. Menno. War doch nur für die U-Bahn. Und auch leichte Literatur.