Baum

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a sparrow, not a feature

Radionachschlag

sparrow | 12. Juli 2007, 22:37 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Und bevor irgendwer meint fragen zu wollen.

GEZ-Gebühren werden in diesem Haushalt widerwillig gezahlt. Für Radio. Man hat keinen Fernseher.

Ich lasse auch niemanden ohne Termin herein. Ich mache noch nicht mal die Tür auf.

Und die jährlichen Briefe, die mich auffordern zu bestätigen, dass immer noch kein Fernseher eingetroffen ist, öffne ich und lese interessiert. Wegen der Eskalationsstufen.

Radiowechsel

sparrow | 12. Juli 2007, 22:15 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Da wir grad dabei sind.

Ich hab ja einen Radiowecker. Lautes Tuten macht mir direkt den ganzen Tag kaputt. Leises Tuten überschlafe ich friedlich.

In Nordrhein Westfalen habe ich WDR2 gehört. WDR2 gehört für mich immer noch zu den großartigsten Radiosendern überhaupt.

In München dachte ich mir, dass ein ähnlich konservativer Sender her müsste: Bayern3 war die Wahl. Das ging eine Zeitlang sehr gut. Dann aber befand man, man müsste Leuten von der Straße eine Stimme geben! Was dazu führte, dass morgens um halb acht Menschen von der Straße mit grauseligstem bayrischem Akzent populistische und uninformierte Stammtischmeinungen von sich gaben. Im Radio. Direkt in meine fragile Aufwachphase. Zu Themen wie Zuwanderungsgesetz, Killerspiele, ect. pp. Wenn es Meinungen gab, dich mich aufregen würden, hörte ich sie garantiert morgens um halb acht bei Bayern3.

Och nö!

Es ist schwierig, morgens einen vernünftigen Radiosender zu finden. Alle Sender, die "Jürgen und der Morningcrew" eine Plattform geben, sind mit Vorsicht zu genießen.
Charivari zum Beispiel hat gleich drei Leuts, die mich fertig machten. Einmal den betont lustigen Praktikanten Schorschi, der mit verstellter Fistelstimme vor sich hin lustelt und dann einen Typen, der wichtige Neuigkeiten verkündet und dann ein (vermutlich blondes) Weiblein, welches in angemessenen Abständen "Nein!!" und "Unverschämtheit!!" und "Unglaublich!!" einwirft.
Charivar war innerhalb von zwei Tagen wieder raus.

Dann Radio Gong. Da war ich erst äußerst skeptisch. Mike Thiel wird auch der Morningmen genannt. Und hat seinen Sidekick Karsten dabei. Das kann ja nur anstrengend werden.
Wider aller Erwartung sind die beiden jedoch tatsächlich komisch und lassen den Tag nett beginnen. Zum Glück. Sonst wäre ich hinterher noch bei Radio Arabella hängen geblieben.

Kerosin im Blut

sparrow | 12. Juli 2007, 22:07 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Ich seh schon, ich muss das erklären.

Jeden Morgen um 7.45 spielt Mike Thiel von Radio Gong die Shitparade. Er spielt einen grausigen oder kulturell hochwertigen Titel (das ist ja alles Ansichtssache). Die Hörer dürfen unter 089 38 38 38 38 entscheiden, ob es ein Hit oder der totale Shit ist. Wenn ein Song drei Votings in eine Richtung hat, fliegt er entweder raus oder wird am nächsten Morgen nochmal gespielt.

Anfang der Woche rief er auf Wunsch eines Hörers die Hotline von Air Berlin an, um deren Warteschleife bewerten zu lassen. Großes Kompliment übrigens an die Service-Mitarbeiter von Air Berlin, die den Spaß mitgemacht haben. Seither spielt er morgens "Im Blut Kerosin".

Mike Thiel ist für München sowas wie ein Domian auf Speed nur zu einer anderen Tageszeit.


Hier "Im Blut Kerosin" in der Dance Floor Version.


Hand an Hand kommen wir ans Ziel


Yikes.

Shoot me and scatter the ashes

sparrow | 12. Juli 2007, 11:27 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Mit einem Ohrwurm der Warteschleife von Air Berlin kann man sich doch eigentlich nur noch erschießen.

Flugzeuge im Bauch
im Blut Kerosin
kein Sturm hält sie auf
unsere Air Berlin


Vielen Dank Radio Gong! Das verzeihe ich so schnell nicht.

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