Manchmal wird das Nichtvorhandensein eines Stück Käses zur absoluten Katastrophe. Es besteht absolut kein Grund, aber trotzdem bricht man in Tränen aus, weil halt dieses besagte Stück Käse nicht da ist. Einfach nicht da. Die Nerven liegen blank und man verträgt nichts, aber auch gar nichts.
In solchen Momenten tut es gut, eine Freundin zu haben, die kommentarlos Tee serviert und genau weiß, daß man bestenfalls Kandis in demselbigen haben möchte. Die kocht und massiert und dabei eine ungeheuer wohltuende Ruhe ausstrahlt.
Die nicht drängelt: "Nun sag doch, was los ist." Die einfach nur in den Arm nimmt. Solche Menschen gibt es selten. Sie sind daher um so kostbarer.
Gestern habe ich versucht die Spatzen zu optimieren. Das Ergebnis war eher.. nun ja. Und weil ich selbstverständlich die Originale sorgfältigst gelöscht hatte, bevor ich mich ans Schrumpfen machte, bedeutet das jetzt wohl erneutes Scannen. Grrr.
Nachdem ich drei Stunden lang an diesen bescheuerten Graphiken gewerkelt habe, hatte ich die Nase voll. Bis obenhin. Habe dann daher mich an die Untermieterseiten gemacht, die ich schon seit geraumer Zeit vor mir herschiebe. Soweit sind sie fertig, aber irgend etwas stimmt mit dem Frameset noch nicht. Also erneute Schrauberei und akribische Fehlersuche.
Manchmal packt mich das wilde Verlangen, die gesamte Page einfach dem Cybernirwana zu übergeben und mich fortan ausschließlich mit der Zucht und Pflege von Kakteen zu beschäftigen.
Wenn Ihr also eines Morgens aufwacht und das Spatzennest vom Baum gefallen ist, wißt Ihr, was passiert ist. Dann hab ich in einem Wutanfall auf "delete Account"-Taste gehauen.
Oh, und dann hab ich das hier gekriegt:
Schon wieder ein Zugeintrag. Die Bundesbahn fördert mein Diary.
Jetzt ist alles vorbei. Keine nervigen Pädagogen mehr, die uns als Freaks bezeichnen. Freak!! Weil man zufällig weiß, wo der Powerknopf am PC ist.
Keine Spinner, die sich mit heroischem Getue vor der Arbeit drücken, aber sich abschließend zufrieden zurücklehnen und behaupten: "Ich bin stolz auf das, was wir geschafft haben."
Keine Heuchler mehr, die sich stolz gegenseitig auf die Schulter klopfen, für Sachen, die andere erledigt haben.
Das waren die negativen Erlebnisse. Aber wenn man die positiven in die Waagschale legt, dann haben selbst boykottierende Pädagogen keine Chance mehr.
Da wäre allen voran ein kleines Lächeln mit Grübchen. Heimlich, als ob es verboten wäre. Aber allein für dieses Lächeln hat sich alles gelohnt.
Zum Thema Chaos und Planung habe ich in der Regel einiges vorzubringen.
Heute besonders viel. In Ermangelung einer ordentlichen Tastatur schreibe ich tatsächlich mit der Hand und auf richtigem Papier. Fluche wieder mal pauschal auf die gesamte Schreibwarenindustrie, die mit konsequenter Bosheit Schreibblöcke so herstellt, daß Linkshänder sich regelmäßig die Arme brechen, beim Versuch darauf lesbar zu schreiben.
Ich hoffe, daß ich Sonntag abend meine Buchstaben noch entziffern kann. Daniel fragte mich irgendwann mal mit einem Blick auf meine Aufzeichnungen: "Willst Du in den Krieg ziehen? Das sieht ja aus, wie ein Schlachtfeld!"
So etwa darf man sich das vorstellen, was ich hier fabriziere.
Ich sitze in einem Zug, der mich direkt vor Melody's Haustür bringen soll, wenn ich das richtig im Kopf habe.
Den Zettel mit meinen Zugverbindungen hab ich leider vergessen. Mel's Telefonnummer auch. Außerdem wette ich, daß ich für vier Tage fünf Hosen eingepackt habe, aber nur ein Paar saubere Strümpfe. Schnell mal nachgucken. Nein, tatsächlich sind es drei Paar Strümpfe.
Die anderen hab ich in der Waschmaschine vergessen. Aber für die paar Tage sollte ich hinkommen, zumal ich am Samstag noch zu Hause vorbei gucken werde.
Schrott, das sollte ich meinen Eltern auch noch mitteilen. Irgendwie versinkt meine Planung schon wieder im Chaos. Ob ich das nächste Mal vielleicht doch früher....
Ach neee, dann ist ja alles nur halb so lustig. :o)))
Ein Gott bei McDonalds Wir lieben McDonalds. McDonalds ist Kult. Das Ambiente ist (fast) gut, das Essen (meistens) warm und danach ist man pappsatt. Außerdem - und das ist wohl der Hauptgrund, warum wir dort regelmäßig speisen - ist es billig.
Wenn wir bei McDonalds essen, nehme ich immer einen BigMac. Er ißt einen McChicken, zwei Cheeseburger und den Rest von meinem BigMac, den ich selten ganz schaffe.
Zusätzlich bestellen wir ein Menü und teilen uns die Pommes Frites und das Getränk. Meistens Fanta. Er mag keine Cola.
Wir stellen uns abwechselnd in die Schlange, während der andere zwei Plätze an einem Plastiktisch okkupiert.
Heute bin ich an der Reihe, das Essen zu holen. Mit einem vollgestellten Tablett wusele ich durch die Menschenmenge, die sich um die Mittagszeit hier einfindet.
Irgendwann einmal werde ich eine Persönlichkeitstudie von den verschiedenen McDee-Frequentierern erstellen.. Einträchtig stehen Wall-Street-Yuppies neben Straßenpennern, Mütter mit schreienden Kindern neben aufgestylten Girlies.
Geschickt balanciere ich meine Pappe - Plastik - Fracht zwischen ihnen hindurch. Suche ihn mit den Augen. Wo sitzen wir heute? Ah da.
Er unterhält sich angeregt mit seinem Nachbarn. Und was für ein Nachbar. Ich ziehe beide Augenbrauen hoch und beglückwünsche ihn gedanklich zu seiner Platzwahl.
Was ich da sehe, gehört zu der Spezies Mann, von dem man ein Photo in seinem Portemonnaie rumträgt, um zu protzen. Blondes Haar, Dunkelblaue Augen, fein geschnittenes Gesicht, markantes Kinn.. und die Nase erst...
Bevor ich anfange zu sabbern, lasse ich mein Tablett auf den Tisch plumpsen und stelle mich vor. Jay heißt dieses Geschenk Gottes an die Frauen.
Er lächelt mich an und ich lächle geistesabwesend zurück, während ich seine ebenmäßigen Zähne bewundere. Und ein Lächeln hat der Mensch.
Ich schmelze zart dahin, wie Butter in der Morgensonne.
Jay erzählt. Mein Begleiter erzählt. Ich lächle stupide und bestaune seinen charmanten kleinen Silberblick.
Jay ist Künstler, erfahren wir. Schauspieler um genau zu sein. Ich erstarre in Ehrfurcht. Ein echter Schauspieler. Noch dazu am Broadway.
Jay wiegelt ab. Er wäre ja erst drei Monate in New York. Hätte durch Zufall und Glück die Rolle gekriegt.
Bescheiden ist er auch noch. Ich nicke verständnisinnig und formuliere im Geiste einen Telegrammtext für meine Mama:
Werde heiraten +++stop+++ Heißt Jay +++stop+++ Hat wunderschöne Nase +++stop+++ bitte schick mir mehr Geld +++stop+++Alles Liebe+++stop+++ Rebekka
Mein Begleiter schielt mich schräg von der Seite an. Ich weiß, was er mir sagen will.
Sammel Deine Kinnlade vom Boden auf und tu wenigstens so, als wärst Du fähig einen intelligenten Satz zu artikulieren.
Ich konzentriere mich also weiter auf die Geschichte von Jay's Karriere.
Gleich, so hören wir, gleich hat er seine erste Probe. Spielt die Hauptrolle in einem neuen Musical. Schrecklich aufgeregt ist er. Aufgeregt! Wie niedlich. Wie sympathisch. Wie menschlich.
Da sieht jemand aus, wie Adonis und ist aufgeregt. Ich seufze tief und voll Mitgefühl.
Er schiebt sich während dessen den letzten Bissen in den Mund. Er muß los. Am Broadway herrschen strenge Gesetze. Keine Minute darf man zu spät kommen.
Bevor er verschwindet lege ich ihm noch meinen Block unter. Bitte um ein Autogramm. Er lacht und fühlt sich geehrt. Sein erstes Autogramm.
Das wird mal Millionen wert sein, davon bin ich überzeugt. Wünsche ihm viel Glück, bevor er verschwindet.
Ich hoffe, er wechselt bald zum Filmfach. Damit ich ihn und seine Nase auf der Leinwand bewundern kann. Aufseufzend stütze ich meinen Kopf in beide Hände. Bewundere seine klare Schrift auf meinem Zettelchen. Herzensblut auf weißem Papier.
"Ißt Du Deinen BigMac noch?" Ich geb ihn rüber. Mein Appetit für heute ist gestillt.
New York, 1997
Eine Stichwortgeschichte
- Kaktus auf Fensterbrett, verliebt sich in Gänseblümchen
- betrachtet Gänseblümchen den ganzen Tag
- Gänseblümchen hört und sieht nichts, weil verliebt in die Eiche
- Eiche ist groß, stark und indifferent
- Eiche bemerkt Gänseblümchen nicht
- Kaktus versucht, Aufmerksamkeit des Gänseblümchens zu erlangen
- Gänseblümchen versucht, Aufmerksamkeit der Eiche zu erlangen
- Eiche ist groß, stark und indifferent
- Kaktus will Gänseblümchen seine Liebe gestehen
- Gänseblümchen reckt sich, um der Eiche nahe zu sein
- Eiche ist groß, stark und indifferent
- Kaktus lehnt sich aus dem Fenster
- ruft dem Gänseblümchen seine Gefühle zu
- Gänseblümchen hört und sieht nichts, weil verliebt in die Eiche
- Eiche ist groß, stark und indifferent
- Kaktus lehnt sich weiter aus dem Fenster
- ist verzweifelt
- verliert das Gleichgewicht und stürzt zu Boden
- auf das Gänseblümchen
- bevor er stirbt, flüstert er
- "Ich hab dich lieb"
- das Gänseblümchen seufzt das letzte mal, mit dem Gefühl geliebt zu werden
- Eiche ist groß, stark und indifferent
Sparrow - weil herzige Liebe niemals flucht!
sagte der
Sloganizer mir, als ich die Wörter Sparrow, fluchen und herzig eingab. Lustiges Spielzeug!!
Ich hab seit Samstag morgen ein wunderbares riesiges Lachen auf meinem Gesicht, daß einfach nicht mehr weggehen will. Ich seh aus, wie ein frischlackiertes Schaukelpferd und die Welt schaut mich mit nachsichtigem Lächeln an.
"Schaut, sie ist verliebt," scheint sie zu sagen. Ich lächle zurück, kann gar nicht anders. Das Lächeln blubbert aus mir heraus, wie aus einer gutgeschüttelten Sprudelflasche.
Ich habe das dringende Bedürfnis Straßenlaternen zu umarmen und ihnen Komplimente wegen ihrer schlanken Figur zu machen.
Ich dichte morgens um acht bereits kitschige Liebeslieder, die ich dann fröhlich trällere, während ich zur Schule gehe.
Die herbstlichen Feuerwerke, bewundere ich mit standesgemäßem AAAAHHH und OOOOOHHH. Schön schaut das aus, wenn sich das Jahr fein macht, um in Würde seinen Abschied zu nehmen.
Noch schöner sieht es aus, wenn man vom Heidelberger Schloß aus auf den nächtlichen Neckar blickt und dabei Mandarinen ißt.
Aber das Allerschönste, was es gibt, das sind zwei braune Augen, die lachen, wenn man tief hineintaucht. Und wenn der Besitzer eben dieser Augen sich aufmacht um seine nächtlichen Pirouetten auf den Mondstrahlen zu drehen, dann strahlen sie mit den Sternen um die Wette.
Ich küsse meinen Voodooregentropfen bis zum Sonnenuntergang und hoffe, daß heute nacht der Mond zu sehen ist.
2345 Küsse nach Heidelberg - per Express
Samstag ist Nachtelftag! :o))))))
Liebe:
A liebt B.
B findet A ganz nett, ist aber unsterblich verliebt in C.
C kann B nicht ausstehen, liegt nachts wach und träumt von A.
A hat C noch nie im Leben gesehen.
Mein Bett ist zusammengekracht. Seit Tagen nächtige ich auf dem Fußboden. Man stelle jetzt also folgende Rechnung auf:
Zimmer=25 qm, Bett=1,99 qm, Regal1=0,22 qm, Regal2=0,26 qm, Schreibtisch=0,7 qm, Schreibtischstuhl=0,15 qm, Tisch=0,56 qm, Stuhl1=0,31 qm, Stuhl2=0,31 qm, Stuhl3=0,31 qm, Schrank=1,4 qm, Bügelbrett=0,4 qm.
Wenn man alle Möbelstücke von der Zimmergröße abzieht (Ich gehe mal hypothetisch davon aus, daß nie etwas bei mir herumliegt, was die freie Fläche verringern könnte..) habe ich für gewöhnlich eine Fläche von 18,39 qm zum herumtanzen und Liegestütze machen. Wenn man jetzt aber eine Matratze mitten in den Raum legt, verringert sich diese Fläche drastisch auf, strategisch ungünstige, weil an den Wänden verteilte 16,59 qm.
Untragbare Zustände! (Ja, Nachtelf, ich weiß, Du hast nur 14 qm..ich bin ja auch schon still.)
Wochenende ist etwas Wunderbares. Man kann ganz in Ruhe das Geschirr spülen, staubsaugen und seinen Terminkalender in Ordnung bringen. Dienstag kommen meine Eltern. Samstag bin ich bei Munima in Berlin. Donnerstag danach hab ich einen Anstellung als Melody's Privatsklave.
Und das Wochenende danach ist wieder Nachtelfzeit! Jippieh!!
Abend neu ohne
Ich öffne die Tür
du stehst im Regen
Wolkenlied im Haar
Du hast deine Lieblingsschuhe an
sie sind dreckig geworden
das macht dich wütend
ich weiß
Das Kleid nähten die Indier.
Nein
auch das weiß ich besser
es kommt aus Thailand
kann sein daß Bluttropfen von Zehnjährigen
sich im bunten Muster verfangen haben
kann sein daß ich bloß wieder
Spiegel-Artikel zitiere
Im Recht sein.
Es klebt engdunkel
am Eis deiner Schultern
und Hüften
Ich trinke ihn manchmal noch
wenn ich auf meinem Mantel
deine Haare finde
oder
in meinem Terminkalender kleine Gedichte von dir.
Tür viel zu laut zugeschlagen
Plötzlich aber irgendwie selbstverständlich
verwandelt sich
der Himmel kurz in einen
billigen Hollywood-Regisseur
und bebt und leert sich donnernd über die Stadt aus.
Im Fernsehen läuft Derrick
auf dem Tisch
ein halbvolles Bierglas.
Wie üblich: wo ist die Fernbedienung
ich suche sie und
tue so
als ob es mir scheißegal wäre
daß du jetzt im Dunkeln stehst
mit einem Regentropfen
an der kleinen Nase
Derrick scheint nicht zu verstehen.
(c) Sasa Stanisic
There's me again. Damit vertreibe ich mir unter anderem die Zeit.
Die Studentenschaft - klingt so schön wichtig, höhö - der FH Altmark benutzt einen kleinen Clubraum für Feiern und ähnliches. Dieser Raum, sofern man ihn als solchen bezeichnen kann, ist nicht unbedingt legal. Eher illegal. Um genau zu sein, nicht genehmigt, weil nicht genügend gesichert. (Notausgang und so weiter)
Jetzt neulich war irgend ein Offizieller da mit einem Sicherheitsmenschen. Die beiden suchten einen Ort, an dem man sich ein bißchen niederlassen könne. Unserer diensteifriger Hausmeister hat die beiden zuvorkommend in unseren Club geführt. Der Typ von der Sicherheit ist bald in Ohnmacht gefallen, zückte sein Büchlein und begann zu schreiben. Zwei DIN A4 Seiten flatterten uns ins Haus.
'Nen Feuerlöscher wollen sie haben. Und einen Fluchtweg. Unser Rektor schlug vor, als psychologische Befriedigung ein Seil an ein Fenster zu hängen.
Ich schlage zu meiner persönlichen Befriedigung vor, den Hausmeister an dasselbige zu hängen. Depp der!
Mal 'ne kurze Rekapitulation:
- Ich hab mich von dat Melody anheuern lassen, ihr am 22./23. Oktober mit Rat und Tat und fundierten (höhö) HTML-Kenntnissen zur Seite zu stehen. Zitat: "Ich wollte Dich nicht zwingen - nur ein kleines bißchen." *Lol
- Mit Liebe und Feingefühl und viel viel Zeit hab ich als Mensch über die Technik gesiegt und mir ein Logo gebaut. Jau! Jetzt Freunde könnt ihr damit rechnen, daß meine Spatzen demnächst das Web überfluten werden.
- Dank einer einzelnen Person, die wir jetzt nicht näher spezifizieren wollen, bin ich in Besitz sämtlicher ICQ-Nummern der DC gekommen. Hähähä! Zieht Euch warrrrm an.
- Die Rede für die Immatrikulationsveranstaltung ist fertig. Ich habe diverse Male Probe geredet und fühle mich fit für alles, was da kommen mag. Es wäre trotzdem nicht verkehrt, wenn ihr so gegen 17.00h am Montag die Daumen halten könntet. (Jetzt muß ich nur zusehen, daß ich dies hier bis Montag 17.00h hochlade..)
Eine Magnetwand wäre mein Herzenswunsch. Da könnte ich dann immer meine Telefonrechnung dranmagneten. Einzige Bedingung: Keine Diddles. Nicht, daß ich generell was gegen Diddles hätte, ich will sie nur nicht in meiner Wohnung haben, allenfalls als Postkarte. Alles andere kommt mir nicht ins Haus. Herzenswünsche verlangen, daß man sie augenblicklich erfüllt, sofern es denn in meiner Macht liegt. Tja.
Jetzt hab ich einen neuen Teppich, einen neuen CD-Ständer und drei Tüten mit Lebkuchenherzen. Eine Magnetwand leider nicht.
Apropos Magnetwand. Ich dachte ja, daß man dieselbe in einem Baumarkt finden würde. Baumärkte find ich spannend. Also haben dat Lorenz und ich stehenden Fußes einen Baumarkt gestürmt und etwa eine Stunde fachmännisch (fachfrauisch natürlich auch) Wasserhähne und Hölzer überprüft. Nach einer umfassenden Inspektion kamen wir zu dem Schluß, daß alles in Ordnung war.
Auf dem Nachhauseweg haben wir gesungen: "Hellweeeg Profibaumarkt, damit's aussieht, als wär's echt professionell" Ich hasse Ohrwürmer.
Äh.. was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja, die Geschichte vom Zitronenholz. Im Baumarkt machte mich der Knilch nämlich auf gelbes Holz aufmerksam. "Zitronenholz. Besonders edel und teuer." Verkündete er mit wichtiger Miene. Sofort hab ich mich mißtrauisch auf den Stapel gestürzt. Seit der Sache mit dem Binger Mäuseturm in Köln glaub ich ihm nämlich nix mehr. Und? Was mußte ich feststellen? Die für Zitronenholz charakteristische Farbe rührte von der Schutzfolie her. Ha! Schuft. Wußte ich es doch :o)
Heute ist der 3. Oktober. Das heißt, heute hab ich Jahrestag. Auszugsjahrestag. Ein ganzes Jahr bin ich jetzt schon zuhause weg. Wie die Zeit vergeht. Und wie wohl ich mich hier fühle. Wenn ich dran denke, wie schlimm die erste Woche war - ohne Möbel und nur mit Luftmatratze und einem Gartenstuhl. Kleiner Campingkocher. Provisorium satt, halt. Und jeden Abend hab ich mit Papa's Handy heulend beim Lorenz angerufen.
Jetzt schaut's hier richtig nett aus. Und auch an den fünften Stock kann man sich gewöhnen.
--------------------------------------------------------------------------------
Der Täter: ein düsterer Gesell mit schwarzer Seele und klebrigen Händen
Das Opfer: eine unschuldige Maid mit einem Herzen aus Gold und eben solchen Locken
Der Melonensaft: fußfälliger Handlanger mit wässerigen Augen und üblem Nachgeschmack
--------------------------------------------------------------------------------
Szene 1 (Prolog):
auf dem Balkon (Täter, Melonensaft)
Täter: Du bist blaß, Melone.
Melonensaft: Es ist nichts. Nichts. Du bist ja da. Es ist vorüber.
Täter: Gestehe, gestehe! Der Mut verläßt Dich. Bang wird's Dir um Dein Herz. Furcht seh ich in deinem Antlitz schwitzen.
Melonensaft: Wirft sich in die Brust Melone heiß ich! Den Zweifel riß ich aus meinen Gedärmen und nährte meinen Mut vom Blute. Melone!
Täter: beschwichtigend So sei es. Bist Du also denn noch uns´rer Tat treu? Antworte frank und blank, Melone!
Melonensaft: Bin ich denn ein Halm der sich im Winde wiegt? Bin ich denn ein Hund, der schwanzesverkniffen hinterm Herd sich duckt, wenn drauß´ im Wald ein Blitze zuckt? Ein Waschweib gar, furchtsam, ohn´ Stolz? Ha!
Täter: So laß uns nun schreiten zur Mannestat. Ich komme gleich Euch nach. Geh nur voran!
Weiter lesen...
Ein neuer Mohonat ist wie ein neues Leheben, nanananana
Also, willkommen alle miteinander in Sparrow's regelmäßig geführtem Tagebuch *husthust*
Die Durststrecke ist vorbei.. alles ist gut. Und um auch gleich richtig anzufangen:
Gez' ist er nämlich hier auch zuhause der Gustav. Weil ich nämlich endlich den
Opfer-Täter-Dialog zu Ende gebracht habe. Danke Walt :o)