Baum

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Buenas Dias Argentina

sparrow | 30. Juni 2006, 11:58 | Daily Sparrow | [0] Kommentare

Rauchfreier Tag #7


Buenos Dias Argentina!
Er war lang, mein Weg zu Dir!
Doch nun schwenk' ich den Sombrero:
Buenos Dias, ich bin hier!


Maradonna mag ich immer noch nicht. Der muss heute nach hause, da geht kein Weg dran vorbei.

Das Büro hört zum dritten Mal Udo Jürgens und die Fussballnationalmannschaft von 1978. Es sind Textzettel verteilt worden. Wir haben uns die Arme um die Schultern gelegt, schunkeln leicht im Takt und singen laut und gerührt mit. Bei dem einen oder anderen sehe ich Tränen in den Augenwinkeln schimmern.
Wird Zeit, dass mal wieder die Sportfreunde Stiller dran dürfen, damit wir auf und nieder hüpfen, während wir uns die Zungen an der schwierigen Rhythmik 54, 74, 90, 2006 brechen. Herausfordernd, wenn man sich vorher noch die Zahlen kurz zurecht legen muss.

Ist eigentlich noch jemand froh, dass Fußballer keine sentimentalen Schmachtetten mit Udo Jürgens mehr einsingen?

Ikea - Baumeister

sparrow | 29. Juni 2006, 09:50 | Daily Sparrow | [0] Kommentare

Rauchfreier Tag #6


Links und rechts geschraubt, mit dem Imbusschlüssel auf Knien herumgerutscht und jetzt gibt es einen Kleiderschrank. Also fast jedenfalls.

Ich habe Photos gemacht vom Provisorium vorher, vom Chaos mittendrin und vom Fast-Ende, die ich nach Entwicklung einstellen werde - jaja, gehöre noch zu den komischen Menschen, die einen Film einlegen, statt einer Speicherkarte.

Photos vom hemdlosen anderen Schatz durfte ich nicht machen. Dieser entblößte in den ersten fünf Minuten seinen schmalen Oberkörper mit dem Kommentar: "Da muss ich erstmal die Wampe auspacken."

Superhelden des Alltags

sparrow | 28. Juni 2006, 09:04 | Daily Sparrow | [0] Kommentare

Rauchfreier Tag #5


Leute, die nach einem Sonnenbrand nicht an der pellenden Haut knibbeln, müssen doch über übermenschliche Kräfte verfügen.

Das Gras auf der anderen Seite

sparrow | 26. Juni 2006, 11:56 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



oder in meinem Fall: Milch.

Ich war vielleicht vierzehn oder fünfzehn, als mein Heilpraktiker wegen einer Desensibilisierung und akuter Akne den Genuß von Tomaten untersagte.
Bis dahin war ich gegen nichts wirklich richtig allergisch gewesen, durfte Nüsse nach Herzenslust naschen, auch wenn die Pollen flogen, Mandeln, Erdbeeren - alles kein Problem. Jetzt auf einmal Tomaten.
Ich mochte Tomaten im Salat oder auf Brot, war aber sicherlich kein Tomatennarr, der Stühle durch die Gegend warf, wenn die tägliche Dosis nicht ausgereicht hatte. Pizza allerdings fand ich klasse. Pastasaucen in jeder Coleur auch (solange rot).
Der plötzliche Tomatenstopp löste bei mir jedoch ein unstillbares Verlangen nach Tomaten aus. Ketchup! Pizza! Irgendwas! Ich träumte von einer großen Pizza Margherita, die mich verfolgte. Mein Mund wurde wässerig beim Gedanken an einen leckeren Bauernsalat mit Tomaten, die nach Sonne schmeckten.

Irgendwann kochten meine Eltern Polenta. Mit Tomatensauce. Ich habe geschrien und gebrüllt und ihnen vorgehalten, sie seien grausam und ohne Mitleid. Das ich mich nicht auf den Boden geworfen und mit den Fäusten getrommelt habe, war alles. Die Türen habe ich allerdings geknallt. Überhaupt war ich vier Wochen lang permanent schlecht gelaunt.

Jetzt darf ich keine Milchprodukte essen. Ich liebe Milch. Kakao. Käse. Oh Gott, jetzt ein Butterbrot mit Camenbert. Oder einen Salat mit Schafskäse. Eiscreme. Argh. Der andere Schatz freut sich schon.

Lustigerweise fällt mir der Zigarettenstopp viel leichter als der Milchstopp.

Note to self

sparrow | 25. Juni 2006, 16:49 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



1. S. ein Bier ausgeben, weil Polen entgegen eigener Erwartung zu 0 gespielt hat

2. Zukünftig keine Wetten mehr abschließen

1 out of 3

sparrow | 25. Juni 2006, 00:40 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



1. Argentinien weiter, Maradonna weiterhin vor Ort.
2. Powerbook vom anderen Schatz abgestürzt, dieser Schatz hat kein Passwort, anderer Schatz in Party Modus auswärts = kein Fernsehen
3. Der Schrank ist da. Immerhin etwas.

Die wahre Party tobt... (2)

sparrow | 24. Juni 2006, 20:56 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



...ohne mich.

Die verschriebenen Medikamente schlagen an. Die Wange ist fast auf Normalmaß zurückgestutzt und die Schmerzen haben auch nachgelassen. Ich merke allerdings, dass mich die Entzündung ziemlich mitnimmt.

Das Spiel Deutschland - Schweden wurde angeschaut auf dem Nockherberg. Das war recht nett. Die Stimmung ist bombastisch, allerdings hatte ich arge Probleme, den Ball auf der Leinwand zu erkennen. Damit musste ich mich auf andere Zuschauer verlassen. Wenn die Jungs vor mir jubelten, riss auch ich meine Arme in die Höhe. Wenn sie aufseufzten, sagte auch ich "uuuh". Wenn sie den Schiedsrichter auspfiffen, buhte auch ich und verlangte die Höchststrafe.
Demnächst ist mir aber eine ungehinderte Sicht wichtiger. Ich will ja nicht ständig den Spielverlauf bei Spiegel Online nachlesen müssen.

Mein Kreislauf fand die aufgeheizte Atmosphäre allerdings nicht witzig. Ich habe mich darum entschieden mal vernünftig zu sein und den Abend auf der Couch zu verbringen. Der andere Schatz und der Gast aus England sind losgezogen, um auf der Leopoldstraße hüpfend Füüünale zu skandieren.
Bevor er ging, saugnapfte (Ha!) der andere Schatz eine Antenne auf seinen Schlepptop, damit ich Fernsehen gucken kann. Auf der Straße fahren immer noch hupende Autos vorbei, ab und zu singen einzelne Trüppchen Olé Olé Olé.

Mexiko führt 1:0 seit gerade eben. Argentinien gönne ich keinen einzigen Sieg, hauptsächlich wegen dem doofen Maradonna. Wenn der auf der Tribüne tanzt, als sei alles, alles, alles sein Verdienst, könnte ich spucken. Mano di Dio my ass. Wenn Argentinien verliert, fährt der doch wieder nach Hause, oder?

Mist. 1:1. Zu früh gefreut.


Weisheit? Wohl eher nicht

sparrow | 23. Juni 2006, 17:25 | Daily Sparrow | [3] Kommentare



Seit gestern hat sich mein Gesicht schlagartig qualifiziert für den jährlichen Wettbewerb der Chipmunks-Look-Alikes. Die rechte Wange ist aufgegangen wie ein Hefebrötchen, ähnlich wie Lina ausschaut in dem Film über Michel aus Lönneberga, als er versucht ihr den Zahn zu ziehen.

Nachdem Eispacks und Ruhe nicht halfen, bin ich heute morgen mal schweren Herzens zur Zahnärztin. Die wurde recht hektisch, befragte mich alle paar Minuten, ob mein Kreislauf noch in Ordnung sei und empfahl mir, sollte meine Temperatur am Wochenende steigen, sofort den Notzarzt zu rufen. Aha.
Außerdem schnitt sie mir ins Zahnfleisch, damit der Eiter abfließen kann, verschrieb mir Penicillin und bestellt mich für Montag wieder in die Praxis. Um die Entfernung der Weisheitszähne vorzunehmen. Alle vier. Na Prost Mahlzeit.

Ferne gilt die nächsten drei Wochen: Keine Milch, kein Käse, kein Joghurt, kein Tee, kein Kaffee, keine Sauna, auch sonst keine Wärme, kein Alkohol, keine Zigaretten und kein Sport.

Jetzt liege ich hier und tu mir leid. Außerdem tut mein Mund weh.

Menno.

4. Stock + 30° Grad = Reisaus

sparrow | 22. Juni 2006, 20:26 | | [0] Kommentare



War ja klar, dass das nicht so einfach klappen würde. Angeblich hat der Fahrer geklingelt und angerufen. Ich, schwitzend oben, bin noch nicht mal duschen gegangen, um die Lieferung nicht zu verpassen. Aber war keiner da. Ja klar.

Hausarrest

sparrow | 21. Juni 2006, 11:56 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Ich habe Urlaub und draußen scheint die Sonne. Eigentlich sollte ich an einem See liegen oder im Café sitzen und lesen. Oder gemütlich durch die Straßen schlendern und das Gefühl genießen, dass es 12.00 Uhr ist und der ganze Tag kostbar und unverplant vor mir liegt. Ich könnte Altglas wegbringen oder alten Omas über die Straße helfen.

Tatsächlich sitze ich in einer Wohnung, die minütlich wärmer wird und warte. Alle Fenster sind aufgerissen, um warme Luft von draußen in die noch wärmeren Räume zu bringen. IKEA soll kommen und mir einen Kleiderschrank bringen.
Ich bete, bete, bete, dass dies keine Demonstration von Inkompetenz wird. Ich mag IKEA gern. Das soll so bleiben.

Ich zähle täglich meine Sorgen

sparrow | 20. Juni 2006, 00:04 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Nach erfolgreicher Spiegelaufhängung im Bad ist der andere Schatz verschwunden. Seit geraumer Zeit hockt er da und betrachtet den Spiegel. Nicht sich selbst im Spiegel, wohl gemerkt, sondern den Spiegel. Kommentiert den hübschen Rahmen und die Art, wie sich das Licht darin bricht.

Vorhin kam er kurz und holte sich einen Stuhl und ein Glas Wein und verschwand wieder im Bad mit den Worten "Ich muss nochmal kurz nach dem Spiegel sehen."

Wenn ich fertig bin, mir über meine anderen Sorgen Gedanken zu machen, werde ich definitiv in diese Richtung weiter sorgen. Weiter lesen...

was Vernünftiges, zur Abwechslung

sparrow | 19. Juni 2006, 23:16 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Der andere Schatz sagt, er würde mir irgendwann 5 EUR abknöpfen, für jede abskure Theorie, die ich äußere, ausschmücke und vehement verteidige. Das wäre der Zeitpunkt, an dem er in Rente geht, sagt er.

Ich bin sicher, das sind nur leere Drohungen.

Man sollte sich bisweilen mit Dingen beschäftigen, die eine sofortige oder zumindest zeitnahe Zielerfüllung beinhalten. Zum Beispiel Kochen: Man kocht und nach maximal zwei Stunden hat man eine Mahlzeit, die im Idealfall genießbar ist. Ziel erfüllt.
Schuhe putzen. Nach 15 Minuten hat man im Idealfall saubere, glänzende Schuhe. Ziel erfüllt.
Bügeln und Spülen fällt in die selbe Kategorie, macht aber irgendwie keinen Spaß, weil zur Zielerfüllung tausendfach dieselbe Handbewegung in nur leichten Variationen auszuführen ist. Bügeln und Spülen ist also raus.

Ohrringe basteln ist hingegen super. Perlen aufgezogen. Draht umgebogen. Ins Ohr gehängt. Chic ausgesehen. Weiter lesen...

Die wahre Party tobt...

sparrow | 19. Juni 2006, 00:09 | Daily Sparrow | [2] Kommentare



... im U-Bahnhof Marienplatz. Grad kam mir ein feiernder Fanzug entgegen. Aus tausend Kehlen wurde ein begeistertes Olé Olé Olé Olé geschmettert, welches die gute Akustik des renovierten Durchgangs nutzte, um wie gregoreanische Choräle zu klingen.
Der Chor komplett gewandet in gelb und grün, lediglich die Farben der wie Umhänge um die Schultern gelegten Fahnen unterschied sich.
Die Gruppe tanzte Samba und was auch immer Australier tanzen, wenn sie euphorisch sind. Crocodile Rock vielleicht?

Großartig die Unterhaltungen. Jaja, ihr habt ein gutes Spiel gemacht. Brasilien kann sich aber noch steigern. Jaja, wir können uns noch steigern. Aber trotzdem, tolles Spiel. Dann freute man sich diebisch über die Klatsche, die die Franzosen bekamen und das Kartenfeuerwerk für Italien und die USA.

Ich vermute, dass sich die Verbrüderung des Tages fortsetzt. Da hatten ja gelb-grüne Truppen die Münchener Innenstadt gestürmt, gesungen, getanzt, in Tröten geblasen und Samba getanzt. Die Zugehörigkeit zu Nationen war wegen der Farbgleichheit nur schwer zu erkennen, zumal ja auch ein ganzer Haufen von Opportunisten sich mit den Trikots und Fahnen des Favouriten bekleidet hatte, um an den Siegesfeierlichkeiten teilnehmen zu können.

WM ist Klasse. Lasst uns diese reine, ungebändigte Freude und Euphorie noch ein bißchen behalten. Wir werden es noch brauchen. Man muss die Gesundheitsreform sicherlich nicht mit Autokorsos begrüßen, aber ein kleines Olé Olé für die Mehrwertsteuererhöhung sollte drin sein. Weiter lesen...

Keine Fußballfrage bleibt offen

sparrow | 14. Juni 2006, 14:53 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Der amerikanische Cheerleader Krazy George Henderson erfand die Publikumswelle und erklärte sie dem anwesenden Publikum am 15. Oktober 1981 während der American League Championship Series im Oakland Coliseum.


Zu finden, ganz klar, bei Wikipedia. Sehr wahr ist auch die Aussage, dass die La Ola hauptsächlich gestartet wird, wenn die Zuschauer sich selbst beschäftigen müssen.

Große Frage von gestern wurde auch bereits beantwortet: Wieso heißt die Schwalbe Schwalbe und nicht - beispielsweise - Spatz oder Bachstelze:

Wenn ein Spieler ein Foul seines direkten Gegenspielers vortäuscht und sich fallen lässt, spricht man von einer Schwalbe.
Man verwendet dafür ausgerechnet diesen Vogelnamen, weil Schwalben die Eigenart haben sehr tief über dem Boden zu fliegen. Eben genauso wie es Fußballspieler in einem solchen Fall tun.
Schwalben werden von den Schiedsrichtern inzwischen mit gelben Karten bestraft.


Gefunden bei FussballD21

"Steht auf, wenn Ihr {Insert Name here} seid" wurde übrigens zuerst intoniert von den Schalker Knappen, als eine La Ola am Kuchenblock (auch bekannt als Ehrentribüne) scheiterte.

Deutschland / Polen wird heute im kleinen Kreis geschaut, um danach im zu erwartenden Volksfest in und um München ein Bad in der Menge zu nehmen. Weitere wichtige Fragen zum Thema dann morgen.

Mexico - Iran. Unfair!

sparrow | 12. Juni 2006, 11:20 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Wie soll denn der Iran gewinnen gegen einen Gegner, der in der Farbe des Propheten aufläuft?

Weitere spannende Fragestellungen rund um die WM:

Wäre bei der Partie von einem Schiri mit Rot-Grün-Schwäche ein Abseits gepfiffen worden, hätte man diese Entscheidung sofort auf dem Platz anfechten können?

Wie erfindet man eigentlich eine La Ola? Ist das eine gruppendynamische Geschichte? Hat einer mal angefangen die Arme in die Luft zu werfen und der Typ daneben dachte, das ist cool, das mach ich auch? Wurde das vorher geprobt? Die Frage wurde hier gerade von W. in den Raum geworfen und braucht dringend eine Antwort.

Ansonsten Urlaub vorbei und Volksfeststimmung in München. Helau!

Playlist Bingo

sparrow | 07. Juni 2006, 18:27 | Daily Sparrow | [2] Kommentare



Ich habe mir mal die Mühe gemacht und gezählt, welche Songs SWR3 vom 6. und 7. Juni (bis 18.00h) tatsächlich gespielt hat und wieviele davon doppelt waren. Insgesamt wurden 520 Musikstücke von 239 verschiedenen Künstlern (oder Interpreten. Ist ja ein feiner Unterschied) gespielt. 83 Lieder wurden mehr als einmal gespielt.

Am häufigsten gespielte Interpreten: Bon Jovi (11 Songs), und Robbie Williams (11 Songs). Madonna belegt einen guten, zweiten Platz. (10 Songs)

Am häufigsten gespielte Songs (je 7 mal): Put your records on, Crazy, Upside Down, Hips don't lie, Sin Sin Sin
Auf dem zweiten Platz tummeln sich mit je 6 mal: Because of you, The hardest part, If I were you, Sorry, Unendlich

Spannend. Ich hätte schwören können, dass Hips don't lie täglich mindestens zwanzig mal gespielt wird.

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