Baum

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a sparrow, not a feature

Alternativprogramm

sparrow | 31. Juli 2006, 11:39 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Statt über das Wetter zu klagen, werde ich:


  • In den Fluss springen - zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, mit Badekleidung oder in voller Montur.

  • Purzelbäume schlagen. Ganz viele.

  • Auf Bäume klettern. Oder es zumindest redlich versuchen.

  • Eiscreme essen, bis mir schlecht ist

  • mit Kirschkernen Weitspucken üben

  • Über die Bettgehzeit hinaus mit Kumpels auf der sonnenwarmen Straße sitzen und Quartett spielen.

  • Stundenlang auf einer Wiese liegen, Wolken angucken und nichts denken.



Ich hab zwar keine Sommerferien, aber es gibt keinen Grund, warum man nicht so tun sollte, als ob.

Sommergeschmack

sparrow | 30. Juli 2006, 22:44 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



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Regentropfen mit der Zunge fangen

sparrow | 27. Juli 2006, 17:44 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Es gibt da einen wundervollen Schmachtfetzen aus den Fünfzigern, wo ein kleines Mädchen ein Pferd hat, welches immer an der Schule steht, wenn die Glocke läutet. Es streckt dann seinen Kopf durch das Fenster, das kleine Mädchen klettert hinaus auf den Pferderücken und reitet nach Hause. In dem Film wird das Pferd verkauft, weil die Familie Geldschwierigkeiten hat, da Dürre herrscht. Das Pferd soll Rennen laufen, dann klingelt aber die Glocke und es eilt zur Schule, um das Mädchen abzuholen. Ganz am Ende beginnt es zu regnen, in dicken fetten Tropfen platscht es auf die ausgedörrte Erde und alle freuen sich und tanzen im Regen.

Ich war vielleicht sieben, als ich diesen Film gesehen habe, aber irgendwie musste ich heute dran denken. Leider fällt mir ums Verrecken nicht mehr ein, wie der Film hieß, um mein Gedächtnis etwas aufzufrischen. Daher ist die Zusammenfassung etwas kurz geraten - was man halt als Siebenjährige so als wichtig erachtet.

Dicke, fette Tropfen fände ich auf jeden Fall gut, da würde auch ich mich auch freuen und im Regen tanzen. Dieses kurze Intermezzo grade war ja noch nicht mal ein müder Versuch. Das war eine traurige Entschuldigung. Hagel wurde versprochen und es gab 3 Tropfen, die verdampfen, bevor sie den Boden erreichen.

Gleich an den Eisbach und direkt unter dem "Baden verboten" Schild ins Wasser gleiten. Ich mag die Münchner. Die sind so herrlich renitent.

Felzmann - der Schuhspezialist

sparrow | 26. Juli 2006, 22:37 | Shopping | [1] Kommentare



Mein mit Abstand allerliebster Schuhladen in München ist Felzmann zwischen Viktualienmarkt und Marienplatz, direkt am alten Peter vorbei.

Felzmann verkauft Gesundheitsschuhe in Schick - Ganter, Think!, Finncomfort, Birkenstock und ähnliche Marken finden geneigte Käufer. Ganz groß finde ich, dass sich die Damen und Herren von Felzmann für jeden einzelnen Kunden richtig Zeit nehmen. Sie hören zu, sehen sich ausgewählte Modelle an und verschwinden im Lager. Vollbepackt mit Kartons rücken sie wieder an mit dem lapidaren Satz: "Ich hab da noch was gefunden, was Ihnen gefallen könnte."
Leider dauert es zu Stoßzeiten manchmal ein bißchen, bis der eigene persönliche Fashionberater Zeit hat, allerdings macht die Qualität des Services das alles wieder wett.

Ich kaufte übrigens ein lustiges Paar Mary Janes von Ganther, die meine Verkäuferin anschleppte und hätte noch gekauft diese lustigen Sandaletten von Think in Rot mit dem Gebamsel, die aber nicht mehr verfügbar waren. Die finde ich nämlich richtig cool.

Die Schuhe sind übrigens naturgemäß nicht ganz günstig, haben dafür aber Topqualität und sind ausgesprochen bequem. Wer es billig mag und lieber desinteressierte kaugummi-kauende Aushilfsblondinen auf 400 EUR Basis will, kann ja zu Deichmann gehen.

Lemming - wirres französisches Intellektuellenkino mit Psychotwist

sparrow | 26. Juli 2006, 22:13 | Kinogänger | [1] Kommentare



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Ein junges, verliebtes Paar. Er ist ein erfolgreicher Ingenieur, sie hütet das Haus, abends kuscheln sie sich aneinander. Bis man ein vermeindlich dahingeschiedenes Nagetier aus dem Abfluss zieht, welches sich als springlebendiger Lemming entpuppt. Bis die Frau des Chefs zum Abendessen anrückt, sich hochgradig unpassend benimmt, einen Tag später dem verliebten jungen Ehemann Avancen macht und - als dieser sich nicht kooperativ zeigt - eine perfide, nachhaltige und wirkliche fiese Rache übt.

Soweit die Geschicht ohne Spoiler. Der blöde Lemming wird geschickt als metaphorischer Überbau genutzt. Das führt dazu, dass man auf der Sesselkante hockt und betet, dass endlich mal jemand drauflatscht auf das verdammte Vieh. Ich muss gestehen, dass ich kurz davor war, die Hauptdarsteller anzufeuern: "Jetzt mach schon, da hinter der Wäschetonne! Tritt drauf! Gib's ihm!"

Der Spannungsbogen ist mit fiesen Hitchcock-Methoden aufgebaut: Ständig dissonante Klaviertöne in alltäglichen Situationen. Da! Eine Tür! Oh mein Gott! Ein Treppenaufgang. Fies. Der Spatz weilte zu all diesen Situationen mit Fingern in den Ohren unter dem Sitz und fragte nur ab und an, was denn jetzt grad passiert wäre. "Sie ging die Treppe rauf" flüsterte der andere Schatz. Oder "Er parkt".
Am gemeinsten fand ich eine Autofahrt mit Walzer im Hintergrund. Sie fahren Serpentinen entlang. Sie fahren durch einen Tunnel. Sie fahren weitere Serpentinen. Folter! Für meine Nerven war das gar nicht gut.

Die Schockmomente waren präzise gesetzt und hauptsächlich deshalb schockierend, weil sie nicht ankündigt wurden und in schöner Regelmäßigkeit alltägliche Situationen zu einem echten Horror werden ließen.

Ich habe mich gut unterhalten, verstanden habe ich den Film allerdings nicht. Ich gebe 3 von 4 Sternchen.

Heldentaten in M

sparrow | 25. Juli 2006, 12:25 | 1-2-3-step | [0] Kommentare



"erschöpft, aber glücklich" ist der Terminus, der in Sportberichten immer gern bemüht wird, wenn jemand vollkommen k.o., aber erfolgreich ins Ziel kommt.

So ähnlich ging es uns am Sonntag, als wir zur Breitensporttrophy antraten. Erklärtes Ziel: Nicht letzter!
Der Boden war nicht ganz so toll, man rutschte schon ganz ordentlich. Beim Eintanzen legten wir uns beim Tango Link fast auf die Nase, weil die Füße wegrutschten. Nach einer Runde hatten wir den Boden aber im Griff und tanzten entsprechend vorsichtiger.

Die letzten zwei Tänze der Endrunde waren auf jeden Fall ziemlich hart. Unsere fehlende Kondition machte sich doch deutlich bemerkbar. Nachher hingen wir schweißüberströmt in den Seilen und ließen uns vom Betreuer Luft zufächeln. Der andere Schatz hatte sich auf einen vergnüglichen Vormittag eingestellt und brachte eine Zeitung und ein Buch mit. Er richtete sich gemütlich in der Nähe des Kuchenbuffets ein und verfolgte das Geschehen.

Es reichte aber trotzdem zu einem dritten Platz! Juchu!

So etwas würde meinen Kunden nie einfallen!

sparrow | 23. Juli 2006, 00:31 | Paralleluniversum | [1] Kommentare



Clientcopia - coping with clients

Was habe ich doch für ein Glück, dass meine Kunden alle wohlerzogen, frisch gewaschen und schlau sind.

Der Schrank *trommelwirbel* steht!

sparrow | 22. Juli 2006, 23:00 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Der andere Schatz und ich waren noch fleißig und haben den Schrank zusammengesetzt.

Wir sind alte Ikeahasen und mit sämtlichen Werkzeugen auf per Du. Imbusschlüssel, Zwinge, Säge, Hammer, Seitenschneider und Bohrschlaghammer - alles kein Problem für uns. Auf den ersten Blick erkennen wir, dass A in C muss, mit F festgeschraubt und mit H fixiert wird. Eine wohlsortierte Schüssel mit verfügbaren Schrauben erleichtert uns die Identifikation von F, H und allen Geschwistern. Wir sind Profis!

Leider verstehen ja Möbelhersteller zunehmend weniger von Bedienungsanleitungen. Die für den Schrank war völlig unlogisch zusammengestellt. Vollkommen planlos und ohne jegliche weiterführende Überlegung wurden hier Bauteile in einer Reihenfolge zusammengefügt, die uns als Profis nur kopfschüttelnd zurückließ.

Zunächst einmal fehlte in der Bauanleitung, die Aufforderung an strategisch günstiger Stelle zur zusätzlichen Stabilisierung der Seitenteile G und I zwei weitere H (kleine Holzpimmelchen) in das Unterteil einzufügen. Diese haben wir dann eigenmächtig (weil Profi) an eben jener Stelle eingebaut. Vorgebohrte Löcher in benötigter Größe und Lokalität waren vorhanden.

Das führte dazu, dass wir bei der Bestückung des Oberteils exakt vier Hs zu wenig hatten. Die zwei im Unterteil montierten zusätzlichen Hs und die zwei die wir als Profis gern noch montiert gesehen hätten. Was tun, sprach Ede. Eigentlich sprach Ede nicht, weil er gar nicht in der Wohnung war. Aber der andere Schatz und man selbst tüffelten an einer Lösung, wie sie Profis würdig wäre. Am Ende opferte der andere Schatz zwei IKEA-Bleistifte aus seinem Werkzeugkasten, die exakt den Durchmesser der anderen Hs hatten, sägte sie in die passende Größe und passte sie in die leeren H-Höhlen ein. Wir sind nämlich nicht nur Profis, sondern auch noch große Improvisateure. Helden gar. Profi-Helden.

Und: Ja, wir haben den gesamten Schrank wieder auseinandergenommen, als wir zum letzten Schritt kamen, weil sich T nicht einhängen ließ, weil O schon montiert war.

Ich bin dafür, ausführliche Erklärungen an Bauanleitungen anzuhängen, in denen umfassend erläutert wird, warum und wieso Bauteil J vor Bauteil R montiert werden sollte. Ich fände es auch ok, diese Erläuterung mit der Überschrift "Für Besserwisser, Profis und andere Chaoten" zu versehen.

Auf der anderen Seite: Der Erziehungseffekt, der durch eine vollständige Auseinandernahme bereits montierter Schrankteile erzielt wird, ist vermutlich durch keine Erläuterung aufzuwiegen. Selbst wenn die Erläuterung 500 Seiten umfasst.

Man lebt und lernt. Man lebt und ändert sich nicht. Man lebt und benutzt eine Stichsäge.

Riesensauerei!

sparrow | 22. Juli 2006, 17:56 | Daily Sparrow | [0] Kommentare





Vielen Dank an den Tanzpartner für diesen wundervollen Vorschlag zur Freizeitgestaltung.

Bis später! Habe zu tun!

Überall! Sie sind überall!

sparrow | 21. Juli 2006, 00:14 | Daily Sparrow | [1] Kommentare



Grad wollte ich die Bewertung für den neuen (weißen) Schrank abgeben, als mich auf der Startseite meines bevorzugten Online-Marktplatzes folgende Sonderaktion anlachte:

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Sie lesen meine eMails, sie hören meine Telefonate ab, sie lungern vor dem Haus herum, dringen heimlich in meine Wohnung ein und essen meine Schokolade und trinken meinen Wein. Außerdem lesen sie mein Blog.

Ich werde mir einen Hut basteln mit kleinen Kräutersträußchen und blitzenden Straßsteinen, um den bösen Blick abzuwenden. Außerdem brauche ich ein Kruzifix und viel viel Knoblauch.

Argh!

NICHT anschleichen!

Archiv vollständig

sparrow | 20. Juli 2006, 18:52 | ganz alter Kram | [1] Kommentare



Ich habe gerade den letzten der alten Einträge aus dem Juli 2001 hochgeladen. Zwischen diesem Zeitpunkt und jetzt liegen:


  • Fünf Geburtstage

  • Insgesamt vier Umzüge - von Stendal nach Löhne, von Löhne nach Herford, von Herford nach Unterhaching, von Unterhaching nach München

  • Das Ende einer Liebe und der Beginn einer neuen

  • Ein Studiumsabruch

  • Eine Ausbildung

  • Ein Arbeitsplatzwechsel

  • Eine ziemlich kräftige Bauchlandung

  • Ein langsamer und beschwerlicher Wiederaufbau



Ich habe mir sämtliche Redigierungen verkniffen, obwohl es mir speziell in den Jahren 1998 bis 2000 arg in den Fingern gejuckt hat. Jedes "Höhö" und die wie mit dem Salzstreuer verteilten Smileys sind original. Auch die im Comicstil gehaltenen, in Sternchen eingerahmten Aktionsbeschreibungen sind noch vorhanden. *allesbehaltenhab*

Das fand ich verdammt cool damals. Wenn ich damit durchgekommen bin, habe ich sogar meine handschriftlichen Briefe damit verziert.
Es beruhigt mich, dass zumindest Klausuren und auch die Kolumnen Smiley-frei sind.
Mein jetziges Ich möchte jedoch dem dummen Huhn von damals raten, mal drei Gänge zurück zu schalten.

Ab Ende 1999 und 2000 sehe ich die Risse in der Wand ständig breiter werden. Das ist wie, wenn man einen Film sieht von dem man das Ende kennt und trotzdem zusammenzuckt, wenn die Heldin etwas tut, was unweigerlich zur Katastrophe führt. "Halt, nicht die Treppe rauf, ja bist Du den blöd! Geh lieber nach draußen, da bist Du sicher." Aber nein, das nur unwesentlich schlauere Huhn haut nicht ab, solange noch Zeit ist, sondern legt sich sauber auf die Nase.
Ich würde sagen, über 60% der Einträge wurden spät in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden geschrieben.
Heute weiß ich, dass Schlaflosigkeit nicht nur Symptom, sondern auch Verstärker einer Depression ist. Scheißkombo, aber wirklich.

Ob ich aber zu dem Zeitpunkt etwas hätte anders machen können, weiß ich nicht. Eigentlich ist es aber auch egal. Die Zeit gehört zu mir und hat mich sicherlich auch geprägt. Ich bin sehr viel nachgiebiger in vielen Dingen, weil ich weiß, wie einfach es ist zu versagen. In anderen Dingen bin ich allerdings unerbittlich. Ich gebe mich nicht mehr ab, mit Leuten die mir nicht guttun. Auch Lästernasen, Verräter und Dolchstoßer kommen im meiner näheren Umgebung nicht vor. Ich breche knallhart Freunschaften, wenn es sein muss.
Die Kollateralschäden dieser Lernphase sind natürlich auch da: Sindy und Dörte zum Beispiel, die ich beide sehr lieb gehabt habe, hatten irgendwann die Schnauze voll oder haben aufgegeben. Man kann ja auch nicht ständig jemandem hinterlaufen, der sich grad im Schlamm seiner Seele suhlt.

Ich bin jetzt zwar nicht immer glücklich, aber zufrieden. Und das ist meiner Meinung viel mehr Wert.

Zitate des Tages

sparrow | 20. Juli 2006, 18:34 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



"Sonst gibt es nichts Neues zu berichten. Die Hitze ist noch genauso groß wie gestern."


schrieb die Oma in einem Brief.

"Man denkt immer, es wird besser, wenn man nur ausführlich stöhnt."


sagte A. während einer kurzen Pause vorm Büro, als es oben so heiß war, dass man es kaum aushielt und man feststellen musste, dass es draußen keinen Pfennig besser war.

Ich mag es ja warm und ich liebe auch Sonne. Aber ich würde auch nicht weinen, wären es zwei Grad weniger.

Der Schrank ist da!

sparrow | 20. Juli 2006, 13:16 | Shopping | [0] Kommentare



Juche! Juche!

Grad kam die Meldung vom anderen Schatz, der wohnungshütend die Schrankankunft erwartete. Unser neuer Mitbewohner befindet sich zu 50% in der Wohnung.

Die anderen 50% stehen noch untem im Flur. Der Speditionsmann hatte liebenswerterweise geholfen, das erste Päckchen mit zu schleppen, obwohl er eigentlich nur hinter die erste Tür liefert.

Großartig! Jetzt können Skistiefel, Putzzeug, der Staubsauger und diverser anderer Krempel endlich ordnungsgemäß verstaut werden.

Ich freu mich sehr.

Tai-Chi Walzer

sparrow | 20. Juli 2006, 12:40 | 1-2-3-step | [0] Kommentare



Gestern erstes vorsichtiges Training nach Zahngeschichte. Es fehlen zwar noch zwei Zähne (bzw. die sind noch drin. Also fehlen sie nicht, sondern sind überzählig. Aber wer will schon so genau sein?)

Der Tanzpartner ist auch lädiert und auf Droge, also krochen wir gemeinschaftlich im 3/4 Takt über das Parkett. Die Kombination von 3 Wochen Trainingsrückstand, 2 Wochen Antibiotika und 35° Grad ist nicht gerade konditionsfördernd.

Sonntag ist dann das Breitensportturnier in Schleißheim. Wie wir das mit unserem Altersheim-Tango vernünftig bestehen soll, weiß ich noch nicht so richtig.

Dabei sein ist alles.

Wo kann man Sauerstoffzelte leihen?

No Schrank todaaay

sparrow | 19. Juli 2006, 12:34 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



No Schrank today, my Schrank has gone away
The sparrow stands and shivers, since nothing got delivered
No Schrank today, it seems a common sight
But people dropping by don't know the reason why

How could they know just what this message means
The end of my hopes, the end of all my dreams
How could they know the Schränke there had been
Behind the door where nothing was before.

Der Schrank sollte kommen zwischen 9 und 13 Uhr. Leider ist er bisher nicht da.
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Hausarrest (2)

sparrow | 19. Juli 2006, 10:17 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Schon wieder Urlaub, schon wieder tolles Wetter draußen, schon wieder warte ich auf einen Schrank. Diesmal allerdings über eBay gekauft und nicht aus dem IKEA rausgetragen.

Unsere wunderbare, luftige, helle, große, bezahlbare Altbauwohnung im Herzen von München hat nämlich einen großen Nachteil: Keinen Stauraum. Niente. Zero. Kein Keller, kein Dachboden. Wir sind (oder waren, wenn der zweite Schrank kommt) auch von den Möbeln her nicht so großartig bestückt. Eine luftige und helle Wohnung will man schließlich nicht mit Schrankwänden zu kleistern.

Dieses Manko führt dazu, dass ein Großteil der Sachen, die nirgendwo hin können, weil kein Platz da, im Arbeitszimmer lagern.

Aber nicht mehr länger! Jetzt wird aufgeräumt!

Der Soldat und das Grammofon

sparrow | 18. Juli 2006, 20:41 | Leseratte | [2] Kommentare



Als ich Sasa kennenlernte war ich zarte Zwanzig und gerade in der entsprechenden Laune Unfug zu treiben. Also setzte ich mich eines Samstags in den Zug und fuhr bei 30° Grad von Unna nach Mannheim. Einfach so. Um einen wildfremden Mann zu treffen, von dem ich wusste, dass er seine Nächte als Nachtportier in einem Hotel fristete. Tagsüber studierte er irgendetwas Wildes mit Literatur und schrieb.

Er hatte langes dunkles Haar und sah so aus, wie ich mir wilde Elfen aus kitschigen Fantasy-Romanen vorstellte. Ich war hingerissen und zwar auch noch als die herrliche Sommerliebe den grausamen Wintertod starb. Seine Liebesbriefe sind nach wie vor die schönsten und zauberhaftesten, die ich je bekommen habe.

Einige Jahre später hat der Herr einige Preise im Schrank, unter anderem den Bachmann-Publikumspreis und einen DSA Fanfiction Award (?) und bereitet sich auf die Veröffentlichung seines ersten Romans vor.

Der erste Auszug aus "Wie der Soldat das Grammofon repariert" findet sich hier, gelesen vom Autor selbst.

Die Presse überschlägt sich jetzt schon:

Judith Schnaubelt hat Sasa Stanisic vor kurzem in München getroffen und ist überzeugt davon, dass dieser sympathische junge Schriftsteller im literarischen Herbst dieses Jahres everybodys darling werden wird.


Als dann, literarischer Darling. Jetzt kann es ja nicht mehr lange dauern, bis ich Angebote für die Briefe erhalten werde und das Haus mit einer Plakette verzieren kann: Hier nächtigte der berühmte Dichter Sasa Stanisic.

Hauptsache, mein Exemplar des Buches wird signiert.

Liebe ist....

sparrow | 18. Juli 2006, 12:02 | Paralleluniversum | [0] Kommentare



... wenn man einen Google Alert mit dem Namen des Liebsten hat.


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Weiss, gib mir mehr weiss!

sparrow | 17. Juli 2006, 11:34 | Shopping | [0] Kommentare



Nachdem die neuen Schränke jetzt stehen, ist das Schlafzimmer fast fertig eingerichtet. Die Wände sind weiß, die weißen Schranktüren passen mit den hübschen Kassetten zu den (weißen) Kassettentüren. Durch das große Fenster und die hohen Decken wirkt der gesamte Raum hübsch luftig und leicht.

Das IKEA-Bett Dalselv ließ sich wunderbar in einem warmen Kirschholzton beizen. Dazu passend die Nachtschränkchen ebenfalls gebeizt.

In zwei Ecken steht jeweils eine hölzerne Box für Schmutzwäsche - einmal für mich und einmal für den anderen Schatz. Die Box ist auch von IKEA, aber die finde ich grad online nicht.

In der Mitte vor dem Schrank steht der große Standspiegel von Kare. Daneben eine hübsche Palme.

Es hängen noch keine Bilder, weil wir uns bisher nicht einigen konnten. Ich möchte Fotografien aufhängen, schöne, großformatige Bilder in tollen Rahmen. Mir schweben Fotos vor mit kräftigen, satten Farben: rote Sonnenschirme, weißer Sand, blaue Himmel, blaues Wasser. Der andere Schatz weiß noch nicht, was er genau will. Er will auf keinen Fall großformatige Strandfotografien, die mit Polfilter aufgenommen wurden. Das ist ein Problem, über das wir diskutieren müssen. Wir haben allerdings kein Zimmer eingerichtet ohne ausführlich zu diskutieren. Bisher wurde immer ein Kompromis gefunden.

Wir konnten uns darauf einigen, unsere komplette Bettwäsche auszutauschen. Weg mit geometrischen blauen Mustern, weg mit gelben Blümchen. Her mit reinen, jungfräulichem Weiß.
Das hatten wir uns so überlegt, aber die Umsetzung ist doch nicht ganz so einfach. Es gibt wenig Bettwäsche, die komplett weiß ist. Meistens sind blöde Blümchen mit eingewebt oder Streifen oder aber es ist eine Traumwäsche mit Hohlsaum für den Preis eines mittleren Kleinlasters.
Bei Weiß in Weiß gibt es alles, was man sich in weiß wünschen kann zu vernünftigen Preisen. Ha!
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Quo vadis Warnhinweis?

sparrow | 17. Juli 2006, 08:23 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Vielleicht sollte man die amerikanische Sitte, alles und jeden mit Hinweisen zum Gebrauch und Nichtgebrauch auch mal hier einführen.

Speziell die aus Italien mitgebrachte Gewürzmischung mit der niedlichen Aufschrift "Picante" hätte so etwas gebraucht. Vorzugsweise gekreuzte Knochen vor Flammen. Meine Güte ist das Zeug scharf. Nun ja. Das nächste Mal also lieber in kleinen Dosen.

Wüste Drohung!

sparrow | 09. Juli 2006, 17:05 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Wenn Italien jetzt schon wieder in den letzten Nachspielminuten das Spiel entscheidet, beiße ich in die Tischkante.

Geh Zizou! Allez les Bleus. Schließlich das letzte Büro, welches noch im Wettbewerb ist und Firmenloyalität wird groß geschrieben. Außerdem gibt es weniger Franzosen als Italiener in München. Wenn die nämlich noch einen Autokorso starten, muss ich mich leider mit dem Messer um ein paar Autoreifen kümmern.

UPDATE: Rot. Rot. Aber gegen wen? Großes Gejubel draußen. Argh, der Ticker bringt mich um. Diese Spannung!

UPDATE 2: Ah. Ok. Danke an A. für die Aufklärung per SMS. Mist.

UPDATE 3: Verdammt. Also doch Autokorso. Und Gejohle. Und ein verdammtes Feuerwerk. Ich gestehe, dass die Messerattacke eine leere Drohung war. Ich gehe jetzt aber auf die Straße und gucke, ob ich irgendwo eine Pizza abstauben kann. Das ist ja wohl das mindeste, was zu erwarten wäre. Auf der anderen Seite: Die ganzen Pizzabudenbetreiber sind doch Libanesen, oder?

Na gut. Forza Italia. Sind ja eigentlich doch ganz nett.

2 Zähne raus

sparrow | 05. Juli 2006, 15:01 | Daily Sparrow | [3] Kommentare

Rauchfreier Tag - zu schwach zum Zählen


Bett. Eisbeutel. Ugh.