Baum

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a sparrow, not a feature

Kopfweh

sparrow | 31. Oktober 2006, 10:24 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Ugh, voll neben der Spur. Hätte gern ein Bett.

Wider der Zimtmanie

sparrow | 27. Oktober 2006, 12:02 | Daily Sparrow | [4] Kommentare



Maren verkündigt gar große Freud, zumindest für mich. Zimt ist gesundheitsschädlich.

Ausgesprochen gute Nachrichten! Mehr Munition in meinem Kampf gegen Zimt und Zimtgebäck und Milchreis mit Zimt und Zimttee und Zimtduftkerzen und Zimtsocken (!).
Einzig Zimtsterne finden Gnade vor meinen Augen. Der Rest wird aus meinem Umfeld gnadenlos entfernt.

Bisher war ich recht friedlich und hielt nur dann meine Umgebung zimtfrei, wenn es sozial vertretbar war. Zukünftig aber werde ich militant.

Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in Los Angeles. Dort am Flughafen gibt es einen Bäckerladen, der mir schon lange ein Dorn im Auge ist. Das gesamte Umfeld wird gesundheitsschädlichen Einflüssen ausgesetzt und zwar nicht nur, weil alle Backwaren übermäßig mit Zimt verseucht werden, nein auch die zimtkontaminierten Abgase aus der Backstube werden ungefiltert in die Atmosphäre geblasen. Ganze Massen von armen Reisenden wälzen sich röchelnd am Boden, während die Zimtmafia unverdrossen und völlig schambefreit weiter ihren bösen Plan verfolgt und ungehindert vor den Augen der Sicherheitskräfte Zimtgebäck vertickt.

Da räume ich auf! Den Laden brenne ich nieder! Die mach ich fertig!

Sicherlich lernt man auch nette Leute kennen, wenn man spontan am LAX Amok läuft. Ich wette, die Security wird meinen großen Plan unterstützen und mit mir gemeinsam die Welt retten. Dann werde ich ins weiße Haus geladen, Kofi Anan wird mir die Hand schütteln, Nelson Mandela mich als Vorbild für alle in seiner nächsten Rede erwähnen und Tokio Hotel wird mir Fanbriefe schreiben.

Jetzt muss ich Messer schleifen. Es sind nur noch wenige Wochen bis Weihnachten.

Virtuelles Bücherregal

sparrow | 25. Oktober 2006, 23:31 | Leseratte | [2] Kommentare



Buchpfade ist extrem cool. Eigene Bibliotheken erstellen, mit anderen virtuellen Bibliotheken abgleichen, Empfehlungen austauschen. Ganz ganz feine Sache.

UPDATE: Je länger ich damit herumspiele, desto großartiger finde ich das System. Es ist extrem einfacher, neue Bücher hinzuzufügen. User mit ähnlichen Büchern wie man selbst werden einem vorgestellt und man kann ein Datum angeben, wann man ein bestimmtes Buch gelesen hat und kriegt daraufhin sein Buchleben vorgestellt. Das ist Spitze!
Zwei, drei kleine Bugs habe ich gefunden, z.B. scheint die Suche nicht richtig zu funktionieren, aber ansonsten ein tolles Projekt.
Was ich mir noch wünsche, wäre ein Tag, den man in seinem Blog einsetzen kann, damit der aktuell gelesene Roman und die des letzten Monats direkt angezeigt werden.

Floskeling im Restaurant

sparrow | 24. Oktober 2006, 13:46 | Paralleluniversum | [0] Kommentare



"Bitte bringen Sie mir zeitnah die Karte!"

"Ich hole schon mal proaktiv Salat vom Buffet."

"Ich habe mich auf das Steak committet."

"Herr Ober, die Performance der Küche ist heute suboptimal."

Das kann sicherlich noch hübsch ergänzt werden. Die Herren W haben doch da immer tolle Ideen.

Übrigens: Proaktiv heißt proaktiv, weil der Kunde zu recht davon ausgeht, dass er vor dem Entstehen eines Problems darüber informiert wird.
"Herr Müller, morgen gegen 16.00h wird es bei Ihnen einen Wasserrohrbruch geben. Bitte entfernen Sie vorher Ihre teure Uhr vom Badewannenrand. Die wird sonst kaputt gehen."

Spießertum

sparrow | 24. Oktober 2006, 00:27 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Am Abend heim kommen, liebevoll ein Lachsgratin mit Reis zubereiten, alle verfügbaren Kerzen anzünden, der andere Schatz kommt auch und bringt Weißwein mit. Dann geruhsam essen, dabei über den neuen Feminismus streiten, weil er nicht einsehen will, dass er eigentlich meiner Meinung ist.

Dann er auf der Couch und ich im Sessel, jeder mit einem Buch. Ich zittere und bebe wegen des Thrillers, er kichert ab und an wegen Loriot. Dazu im Hintergrund Sophie B. Hawkins, Liz Wright und Sheryl Crow.

Mehr will ich ja gar nicht.

Hintergrundgeräusche

sparrow | 20. Oktober 2006, 17:54 | Daily Sparrow | [4] Kommentare



Im Unterhachinger Stadion läuft die 2. Liga ein. Wer spielt eigentlich heute? Auch egal, interessiert eh niemanden. Wenn man aber das Fenster öffnet, kann man den begeisterten Stadionsprecher hören und die begeisterten Massen auch.

Olé Olé. Mitten im Leben.

Wo ist der Rest der Szene?

sparrow | 17. Oktober 2006, 22:58 | Leseratte | [3] Kommentare



Der Praktikant berichtete heute stolz, dass er seit seinem Urlaub lese. Echt. Ganze Bücher und so. Er sprach dabei sehr nachdrücklich von der Szene und dass er ja noch nicht lange dazu gehören würde. Ich hingegen - so der Praktikant - wäre ja schon lange in der Szene und wüsste dementsprechend Bescheid.

Jetzt bin ich verunsichert. Gibt es einen Dresscode? Conventions? Muss man eine besondere Sprache lernen, um ein richtiger, echter szenetypischer Bücherwurm zu sein?

Ich google jetzt nach dem secret Handshake der Szene und übe die ganze Nacht.

Mitspielen

sparrow | 15. Oktober 2006, 20:17 | Leseratte | [0] Kommentare



Als Kind habe ich TKKG gehasst, wie die Hölle. Gaby, das blonde, elfenzarte Wesen, wurde stets gönnerhaft beiseite geschoben, wenn es interessant (sprich: gefährlich) wurde. Eher wurde Klößchen mitgenommen, obwohl der ständig zwischen Zaunlatten hängen blieb, als Gaby.
Gaby stand Schmiere, blinzelte mit großen blauen Augen ihren Papi an oder blieb gleich zu hause, wenn Oberboss Tarzan es für sinnvoll hielt.

Wenn das meine Kumpels daheim probiert hätten, hätten sie auf die Gusche gekriegt. Zwar übernahm ich ab und zu ganz gern die Rolle der Prinzessin, die oben im Turm gefangen gehalten wurde, war aber in einem Wimpernschlag runter vom Turm und in Startposition, wenn sich etwas ergab, was spannender als Turmsitzen war. (So ziemlich alles nach fünf Minuten Turm)

Daneben war Enid Blyton mit ihren 5 Freunden schon fast großartig. Da heulte zwar Anne immer rum, allerdings befahl ihr niemand rumzuheulen, sondern sie entschied selbstständig zimperlich zu sein. Das ist zwar immer noch nicht optimal, aber um ca. 20 Grad besser.
Der Counterpart zu Anne, George, ist zwar nicht zimperlich, verleugnet aber ihr Mädchendasein komplett. Man kann auch im Röckchen auf Bäume steigen! Man kann auch mit Nagellack Pfeil und Bogen schnitzen!

Meine allerliebste weibliche Figur aus einem Kinderbuch ist aber Eva-Lotta aus den Kalle Blomquist Büchern von Astrid Lindgren. Eva-Lotta kann alles, ist immer dabei, die wildeste von allen, aber jederzeit voll und ganz Mädel.

Ich kam drauf wegen eines Interviews mit dem Autor von TKKG.
Wenn ich so gekringelten Scheiß schon höre wie "Männer sind logischer, Frauen emotionaler, können außerdem besser Nippes dekorieren, Geschenke auswählen und Pullöverchen stricken", dann muss ich direkt meine Papiertüte greifen und langsam ein- und ausatmen. Ansonsten werde ich direkt zum Berserker. Oder zur Beserkerin.

Putzteufel

sparrow | 15. Oktober 2006, 17:54 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Der andere Schatz wirbelt Wischeimer schwenkend mit wehenden Putztüchern hin und her und macht mich völlig wahnsinnig.

Sätze wie "Kannst Du bitte aufhören zu putzen? Das macht mich nervös." geben Abzug in der B-Note, oder?

Komm, wir spielen jagen!

sparrow | 13. Oktober 2006, 11:55 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Der englische Gast L. ist ein Chaoskind allererster Güte. Auf der Wiesn hat sie wild tanzend ihr Handy verloren, eine hektische Suche initiiert, nichts gefunden, Karte sperren lassen und bis zum bitteren Ende weitergetanzt. So entspannt muss man erstmal sein!

Am Abreisetag hat sie gemeinsam mit ihren Kameraden Gepäck aufgegeben und die deutsche Effizienz lautstark gelobt. Kurz vor dem Sicherheitscheck fiel dann auf, dass in dem Gepäck sich der Pass befand, der zwingend notwendig war für die Einreise in die UK.

L. hat jetzt viele neue Freunde beim Bodenpersonal in München. Die mussten nämlich das ganze Flugzeug wieder ausräumen, die Taschen suchen und alles andere wieder einpacken. Dafür musste sie dann auch da bleiben und den nächsten Flieger nehmen.

Beim Marsch durch die Duty Free Shops hat sie dann noch ihren Schlepptop liegen lassen.

Den haben der andere Schatz und ich erfolgreich erjagt, mit Hilfe von diversen eMails, Vollmachten per Fax, Gesprächen über Handy, ect.

Dafür bekommen wir ein Bier.

Merksatz 1

sparrow | 12. Oktober 2006, 09:59 | Paralleluniversum | [1] Kommentare



Shooting the messenger is an excellent way to prevent further messages.

Gesundes Selbstvertrauen

sparrow | 11. Oktober 2006, 09:58 | Paralleluniversum | [0] Kommentare



Wirklich sprachlos machen mich die regelmäßigen Newsletter eines Businessblogs.

"Drop by my blog NOW! It will be a good exercise for you."


Die Amis haben ja sowieso eine Art in Newslettern einen sehr belehrenden und väterlichen Ton anzuschlagen, der mich wahnsinnig macht. Ich habe schon spannende Newsletter abbestellt, weil mich der Tonfall von oben herab so genervt hat.

Humbleness schaut auf jeden Fall anders aus.

Schnief

sparrow | 08. Oktober 2006, 20:27 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Wirklich erstaunlich, wieviel Rotz in so eine kleine Nase passt.


Note to Self: Bei zukünftigen Note to Selfs darauf achten, kryptische Hinweise zu unterlassen.
Was bitte wollte ich mir wohl mit "Kein Humor! Teedosen!" sagen?

Sätze des Tages

sparrow | 03. Oktober 2006, 01:25 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



1. "Wollt Ihr nicht alle nach Hause gehen?"
- Türsteher am Paulaner Festzelt, Ausgang West 5


2. "Da musst halt von der anderen Seite trinken!"
- Stoische Kellnerin im Paulaner Festzelt zu angeschlagenem Bierkrug.


Dieser Eintrag nur für S. - Auslassung heißt, dass ich arbeite. Nichts anderes.