Baum

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a sparrow, not a feature

Regen und Traufe

sparrow | 30. Januar 2007, 21:34 | 1-2-3-step | [0] Kommentare



In Erwartung des baldigen Aufstieges habe ich heute in Kleidchen geliehen. Das eigene wird derzeitig noch geschneidert und erst Ende März fertig. Der Tanzpartner und ich rechnen aber mit allem - uns fehlen noch vier Punkte. Die finden einen auch mal unvorbereitet vor dem Frühstück.

Also, Kleidleihe. Kleid? Aprikotfarbener Weihnachtsbaum trifft es eher. Das Ding ist über und über und über mit dem lustigen AB-Strass besetzt, der glänzt wie eine Ölpfütze. Mindestens 25 Kilo schwer.

Gefertigt aus erbarmungslosem Lycra - welches fataler- und unverständlicherweise nicht vom Genfer Abkommen auch nur ERWÄHNT wird.
Lycra in Aprikot versteckt keinen einzigen körperlichen Makel. Unterwäschenwellen an der Hüfte, sympathisches Bäuchlein, kräftige Oberschenkel - alles wird nicht nur gezeigt, sondern quasi der Öffentlichkeit zur freien Betrachtung anheimgestellt. Mit Scheinwerferlicht und ganz ohne Eintrittspreis.

Ich vermute, wenn ich jetzt ein wenig weniger Nudeln und Rotwein und etwas mehr Gemüse und Obst esse, bleibt das Bäuchlein, aber die BH-Schalen passen nicht mehr.
Hilft nur noch keine Unterwäsche und Bauch einziehen.

Cultural Confession Time

sparrow | 28. Januar 2007, 23:21 | | [2] Kommentare



* Ich finde Tokio Hotel richtig niedlich. Doch, doch. Wäre ich so ca. 15 Jahre jünger, würde ich nachts nicht schlafen können. Offensichtlich hat die Leidenschaft für NKOTB ehedem ein lebenslanges Traume hinterlassen.

* Ich habe keinen Fernseher. Trotzdem bin ich erschreckend gut informiert über die aktuellen Ereignisse bei GZSZ. Hey, GZSZ begleitet mich seit der 10. Klasse. Das kann man doch nicht so einfach aufgeben. Das ist doch quasi ein Teil des kulturellen Selbstverständnisses.

* Pur fand ich mal richtig gut. War sogar beim Konzert. Zweimal. Konnte Texte auswendig und so.

* Der Herr der Ringe hat mich sowohl als Buch als auch in der verfilmten Version fürchterlich gelangweilt. Ähnlich spannend wie ein Video von einem mehrtägigen Familienurlaub in den Bergen. Aber die Landschaftsaufnahmen waren toll.

Never give up, never give in, fight to win, pin

sparrow | 21. Januar 2007, 23:14 | 1-2-3-step | [1] Kommentare



Wenn man bei einem Wettkampf antritt, dann um zu gewinnen, denke ich. Das ist der Mindestrespekt vor dem Gegner: Immer Dein Bestes geben. Wenn dann jemand anderes gewinnt, hat der zumindest ordentlich arbeiten müssen.

So auch gestern, als man antrat, um bayrischer Meister zu werden. Nach Hause trug man den ehrenvollen Titel des bayrischen Vizemeisters in der Hauptgruppe II D Standard 2007. Als solcher defiliert man nun mit umgehängter Medaille durch die Räume, genießt Ruhm und Ehr und verlangt Demutsbekundungen durch alle Nichttänzer und Nicht-bayrische-Vizemeister.

Im Schach mit dem anderen Schatz tritt man auch an, um sein Bestes zu geben, aber das langt in der Regel nur, um den Gewinner auf dem Siegeszug ordentlich zu nerven.
Wenn man eine Situation wie unten hinbekommt, ist man in eigenen Augen schon der Held des Abends. Das drei Züge später der andere Schatz begeistert "Schach Matt" kräht, ist zweitrangig.

image

"Dabei ist alles" ist ein Mythos, genau wie die große Endorphinlüge der Langstreckenläufer.

Übrigens finde ich, dass auch Mensch ärgere Dich nicht als Killerspiel verboten sein sollte, wegen des freigesetzten Aggressionspotentials.

Der bayrische Vizemeister zieht sich nun in seine Gemächer zurück, um die Silbermedaille zu polieren.

PS: Nur eines war noch schöner, als fast zu gewinnen: Das Gesicht von Herrn W., als ihm klar wurde, dass die das ernst meinten mit der bayrischen Hymne. Da fiel die bayrische Vizemeisterin, geborene Westfälin, fast vor Lachen vom Treppchen.

Done it!

sparrow | 19. Januar 2007, 22:36 | Daily Sparrow | [1] Kommentare



Ich habe es getan! Todesmutig.

Ich habe in der Parfümerie dem stählern grinsenden Make-up Topf hinter der Kasse abgesagt. Höflich aber bestimmt sagte ich "Nein, um Gottes Willen. Keine Pröbchen, vielen Dank."

Ich will keine Pröbchen mehr, keine kleinen Parfümstangen mit den komischen Plastikaufsätzen, die noch nicht mal mit den Zähnen zu öffnen sind, nie so riechen, wie das erwachsene Fläschchen und die man unsinnlich mit dem befremdlichen Plastikpinselchen hinter die Ohren streichen soll. Keine häßlichen Plastiknäpfe, mit Creme zum herausdrücken, damit regelmäßig zuviel auf dem Finger ist und auch keine Tütchen mit Foundation, die erst das Waschbecken beflecken und dann eingetrocknet sind, wenn man den Rest verwenden will.

Dieser ganze Krempel der im Badezimmer in einem speziellen Schälchen vor sich hinmodert und Staub ansetzt und den man nie nie nie und wirklich nie benutzt, aber nicht wegwirft, denn wer weiß, wofür es gut ist. Ich will es nicht. Behalt's!

Außer den 200 ml Shampoo-Fläschchen mit Mangoduft von der Parfümerie Fischer in Werl. Da nehme ich gern noch ein paar von.

Bond, James Bond

sparrow | 18. Januar 2007, 01:22 | Kinogänger | [1] Kommentare



Über den neuen* Bond ist bestimmt schon alles gesagt, was gesagt werden kann. Daniel Craig ist klasse, wenn auch mit nassen Haaren recht dämlich, dafür aber in Badehosen nett.
Nennenswert nur das Zitat des anderen Schatzes:

Wieso hat der so tolle Applications auf seinem Sony Ericson, wo doch meines in kürzester Zeit kaputt gegangen ist?


Toller Film, meine Vorstellung von gelungener Action. In den ersten 10 Minuten explodierte ein Baugerüst und auch ein Auto in Überschlag war vorhanden.

*ahahaha. Ich brauchte meine Zeit, bis ich ins Kino kam. Der "letzte" ist sicherlich richtiger.

Unbalance

sparrow | 18. Januar 2007, 01:14 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Ein Abend mit Herrn S. in der Königsquelle.
Wir sind günstig weggekommen, denn der Weg zum Padres war definitv zu weit. Das hatten wir auch schon anders: Um Mitternacht noch auf einen "kurzen Absacker" und dann um drei voll mit Cocktails ins Bett fallen, um den nächsten Tag 25° unter Betriebstemperatur zu beginnen.

Die Königsquelle ist auf jeden Fall mein Held. Exzellentes no-Frills Essen, sehr sehr gute Getränke (der Mirabellenbrand ist groß) und ein überaus bemühter Gastwirt, bei dem man sich eher als Gast, denn als zahlend fühlt. Bei Freunden könnte man nicht besser aufgehoben sein. Allerdings ist eine Reservierung eine gute Idee, denn die Königsquelle hat viele Freunde.

Jetzt allerdings Bett und das ASAP.

Erfolgsmeldung vom Wochenende

sparrow | 16. Januar 2007, 23:05 | 1-2-3-step | [4] Kommentare



Der Tanzpartner und ich waren am Wochenende aufgebretzelt auf den 9. Donau Tanzsporttagen (Dotata für Kenner - Abkürzungen sind groß). Samstag um 6, Sonntag um 5 aufgestanden, um an jedem Tag zwei Turniere in unserer Klasse zu bestehen.

Aus einer Sporthalle im freien Feld wurden mitgebracht:

* zwei Paar durchtanzte Absatzschoner
* ein Platz im Mittelfeld
* drei Endrunden
* zwei 5. Plätze
* eine Kleidchenbestellung
* zwei kaputte Füße
* ein - tatatatata - erster Platz
* 31 Punkte

Mein liebster Satz von einem Tanzpaar, welches frisch kennengelernt wurde:
"Guck mal, das Sauerkrautfass trägt heute Türkis.

Tänzer sind nicht nett.

Lustig war es trotzdem.

Way to early to be early in the morning

sparrow | 14. Januar 2007, 05:59 | 1-2-3-step | [1] Kommentare



5.59 Uhr an einem Sonntag. Die Augen sind verklebt und der Kopf ist schwer. Ich will ein anderes Hobby, das ist es nicht wert.

Große Momente

sparrow | 09. Januar 2007, 18:34 | Paralleluniversum | [3] Kommentare



Wenn der Kollege mit dem Kommentar "Psst, jetzt kommt die beste Stelle" minutenlang mit geschlossenen Augen und verzücktem Gesichtsausdruck Luftklavier spielt - zu der Titelmelodie von "Baywatch"

Ringel

sparrow | 09. Januar 2007, 18:15 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Manche Tage sind nur mit geringelter Strumpfhose zu ertragen.

Bildungslücke II

sparrow | 07. Januar 2007, 23:38 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Ha! Der andere Schatz kennt Judy Garland nicht und zuckt auch bei der Nennung von Liza Minelli nur mit den Schultern. Ha.

Liza Minelli hat übrigens nie "Somewhere over the Rainbow" gesungen, weil sie es ihrer Mutter versprochen hatte.

Bildungslücke I

sparrow | 07. Januar 2007, 23:37 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Ich habe Pulp Fiction bisher noch nicht gesehen.

Aber in Kürze. Aber in Kürze.

München-Knigge für Zug'reiste Teil 4 - Platz da!

sparrow | 02. Januar 2007, 21:04 | Münchner Leben | [0] Kommentare



München ist eine fahrradfreundliche Stadt. Das bedeutet, dass es überall Radwege gibt und Radständer.

Es bedeutet nicht, dass Münchens Radfahrer freundlich sind. Ganz im Gegenteil. Sie sind unglaublich grantelig, extrem unfreundlich, überaus rücksichtslos und verdammt schnell.

Wenn es hinter Dir hektisch klingelt, hüpf aus dem Weg so fix Du kannst. Ob Du im Recht bist oder nicht ist scheißegal, wenn Du erstmal briefmarkenplatt auf dem Gehweg liegst.

Vorsätze 2007

sparrow | 02. Januar 2007, 17:15 | Daily Sparrow | [4] Kommentare



- Weitermachen wie in 2006, aber mit noch mehr Spaß, Elan, Lust, Power, Gelächter, Küssen, Büchern und Schokolade.

- neue weiße Bettwäsche aus Leinen und weiße Damasttischtücher nicht mehr mit orangefarbenenen Papierservietten waschen.

- merkwürdige, dunkelrote Getränke, die Blasen schlagen und von Herrn W. mitgebracht werden, meiden wie der Teufel das Weihwasser.