Baum

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a sparrow, not a feature

Ich suche nach...

sparrow | 26. Februar 2007, 22:24 | Daily Sparrow | [3] Kommentare



... allem. Außer meiner Brille

Ich lege meine Brille immer an dieselbe Stelle. Immer. Wirklich.

Schon allein, weil meine Mutter mich und die Schwester regelmäßig vorm Fernseher weg / aus dem Bett / vom Frühstückstisch zerrte, um ihre Brille mit zu suchen.
Man ging dann langsam, den Kopf wie einen Suchscheinwerfer schwenkend, durch alle Räume und hoffte, dass man möglichst bald fündig würde, auf dass die ausbrechende Hektik eine möglichst kleine sei. Das ist wie Schatzsuche in einem Dynamitfass.

Dasselbe mit dem Schlüssel. Auch der liegt bei mir immer an derselben Stelle. Immer. Wirklich.

Wenn also die Brille weg ist, habe ich sie bestimmt irgendwo weggelegt und vergessen. Flugzeug, bestimmt. Vorletzten Samstag war ich müde, schlecht gelaunt und wollte nur noch nach Hause.

Seit einer Woche also bin ich brillenlos.

Der andere Schatz hat das gute Stück heute triumphierend aus einem Blätterstapel gezogen.
Mist.
Man wird seinen Eltern immer ähnlicher.

organisiertes Chaos

sparrow | 25. Februar 2007, 08:44 | 1-2-3-step | [0] Kommentare



Für meine Turnierfrisur benutze ich lustige kleine Haarklemmen in gold-braun. Diese stecke ich sorgfältig nach jeder Benutzung wieder auf die Papptafel, mit der ich sie gekauft habe. Damit habe ich sie immer gleich bei der Hand und muss nicht lange rumsuchen.

Diese Papptafel mit allen Klemmen steckt in einer Tüte. Diese Tüte habe ich letztes Wochenende meiner Mutter mitgegeben.

Jetzt sitze ich also hier. In knapp einer Stunde kommt der Tanzpartner und will mich abholen. Ich habe keine Klemmen. Ich kann so nicht rausgehen!

Ich wünschte, ich könnte mich endlich mal entscheiden: Entweder so organisiert, dass ein Lapsus wie jener nicht passiert oder so chaotisch, dass immer ein Plan B existiert.

UPDATE: Zum Glück nicht nur organisiert, sondern auch unordentlich. Nach dem letzten Turnier habe ich die Klemmen einfach in die Schale geworfen und nicht wieder weggeräumt. Welch ein Glück! Jetzt geht's auf! Vier Punkte fehlen zum Aufstieg.

Lass es Dir gutgehen

sparrow | 23. Februar 2007, 16:36 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Drei Tage Wellness in Postmünster. So schön. So ruhig. Ein kleines, schnuckeliges Hotel mit unglaublich begeisterten und begeisternden Mitarbeitern - so was habe ich selten erlebt. Am Empfang nahm man sich für uns 15 Minuten Zeit, um uns alles genau zu erklären - nix mit Schildern folgen und dann wird da schon das Restaurant irgendwann sein.

Das Essen á la Carte war ok, das Buffet sehr gut. Der Wellness-Bereich klein, aber fein und mit liebenswürdigen Menschen bemannt, die auch noch was konnten.

Wir kommen wieder!

Shoppingformel

sparrow | 19. Februar 2007, 23:15 | Shopping | [0] Kommentare



Durch äußeren Druck nun die Shoppingformel und nur für Teresa (und Annika und wer hier sonst noch unidentifiziert über rabsi.de mitliest.)

Die einzige Person, die ich kenne und überhaupt keine Modesünden im Schrank hat ist die Schwester.

Ich selbst hingegen hatte da durchaus einige Ausfälle. Jemand hätte mir sagen sollen, dass Samtleggins ab dem ersten Tragen sackende Knie haben. Und dass violette Oberteile bis zu den Knien mit Tupfen und übergroßen Knöpfchen unangebracht sind für jemanden, der über 1,70 groß und 50 Kilo schwer ist. Solche Jäckchen waren damals gemacht zum Kaschieren für Hüften die zu diesem Zeitpunkt einfach nicht vorhanden waren. Auch Sigikid-Kleider mit lustigen Enten am Saum sind einfach untragbar. Hätte jemand mir sagen sollen. Hat aber nicht. Aber gut.

Die einzige Person, die ich kenne und überhaupt keine Modesünden im Schrank hat ist die Schwester.

Was an ihrem Shoppingverhalten liegt. Und der Shoppingformel.

Jedes Kleidungsstück hat einen Wert k. Der sich wie folgt ergibt:

K = p (n - w)

p steht für den Preis, n für den Nutzwert (Größe, passende Farbe, ect. ), w für den Wohlfühlfaktor (Wie toll fühle ich mich selbst in dem Teil).

p1 + p2 + pn = x

x steht für das einem Shoppingtrip zur Verfügung stehenden Budget.

Das Ziel ist es für x einen möglichst hohen Wert k zu erzielen.

Aha. Aufgepasst. Für den ultimativen Wert k müsste man einen transparenten Markt haben. Man müsste zu jeder Zeit in jedem beliebigen Geschäft p, n und w definieren können. Kann man nicht.

Die Schwester ist praktisch veranlagt und begnügt sich damit in der aktuellen Stadt p, n und w zu ermitteln, damit k zu wissen und mit x in Bezug zu setzen ist.
Das führt dazu, dass Shoppingtrips morgens um neun gegonnnen und in einem Kreuzzug quer durch verfügbare Geschäfte die variablen Parameter verifiziert werden. Um neun. Quer durch die Stadt.

Abends um kurz vor sieben wird in einer Lagebesprechung geklärt, welche k nun tätsächlich eingekauft werden. Um den höchstmöglichen k zu erzielen für den eingesetzten Wert x. Für alle Beteiligten ein Dauerlauf durch alle vorher besuchten Geschäfte mit k und x und p und n und w.

Ich wünschte, ich hätte unbegrenzt Zugriff zu ihrem Kleiderschrank.

Alternative Formeln, wie

* "In jedem Geschäft wird etwas gekauft"
* "Hauptsache, man drei verschiedene Wege zurückgelegt auf dem Weg zu k"
* "Fuckitall, ich brauch das Dings"
* "Samtleggins gehen immer"

gelten nicht.

Selbsternannten Shoppingexperten vermiete ich die Schwester zum Selbstkostenpreis (ein Latte Machiatto) und zur Vermittlung von Demutsgefühl.
Die Mutter und Oma sind bereits in die Knie gezwungen.

Handwerker

sparrow | 18. Februar 2007, 22:37 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Liebe Handwerker,

wir können uns sicherlich darauf einigen, dass Ihr Euren Job macht und ich meinen. Ich rede Euch nicht rein und Ihr mir nicht.

Sicherlich habt Ihr gute Gründe, die Wohnung unten so zu renovieren, wie Ihr es tut, weiß ich ja nicht, hab ich ja keine Ahnung von. Sicherlich gibt es eine logische Erklärung, warum Ihr morgens um sieben mit einem lustigen Minipresslufthammer das hundertjährige Parkett bearbeitet. Die einzige Möglichkeit, Heizungsrohre zu legen und das Holzkarma vor neun und so. Brauche ich keinen Wecker. Hat bestimmt Gründe.

Bestimmt war es auch nur Zufall, dass Ihr das Gas ausgestellt habt, als ich gerade unter der Dusche mein Haar shampoonierte und just an dem Tag, als ich Home Office machte, die Wohnung kalt blieb. Kein Problem, wirklich. Ich bin hart im Nehmen und habe außerdem mehrere Kuscheldecken.

Mit dem Dreck im Hausflur (seit jetzt 6 Wochen) kann ich auch leben. Wir haben einen Staubsauger und einen Wischmop und ziehen außerdem immer die Schuhe aus.

Auch die Rigipsplatten und offenen Tüten mit Zement- oder Gipspulver unten im Flur lassen sich verschmerzen. Nee, ernsthaft. Wirklich. Macht mir nichts. Wir stellen da sowieso nichts ab und der Staub ist bis zur dritten Etage von den Schuhen auch wieder runter.

Wir sind also Freunde. Das ist damit festgestellt. Ihr macht Euren Job und ich meinen.

Aber das Ihr den Pappkarton klaut, den ich seit mehreren Monaten sorgsam vor meiner Tür deponiert habe, um irgendwann die Nachtschränkchen zu beizen. Das geht zu weit. So nicht. Fragen könntet Ihr wenigstens.
Die Pappe ist jetzt wieder da, wo sie hingehört, nämlich vor meiner Wohnungstür. Solltet Ihr eine weitere benötigen, habe ich eine bei Euren Rigipsplatten hinterlegt.

In tiefer Verbundheit
Sparrow

Shoppinggesetzvariation

sparrow | 14. Februar 2007, 09:58 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



- Wenn man selbst in einem unglaublich schicken Teil bei einer Veranstaltung aufläuft, Frisur und Makeup gelungen sind und man eine geistige Verbundenheit und Schwesternschaft mit Cinderella und anderen Ballschönheiten fühlt, wird jemand im gleichen Outfit auflaufen.

Rotwein war wohl grad nicht zur Hand.

Frommer Wunsch

sparrow | 14. Februar 2007, 09:53 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Grundsätzlich würde ich heute gern den Tag auf der Couch verbringen. Den Morgen auch. Übermorgen könnte man mal aufstehen und einen Spaziergang wagen - in die Küche oder so.

Reisemodus. Die erste Geschäftsreise fand ich aufregend und mich selbst unglaublich professionell und schick. Jetzt ist es nur Zeit, die ich von der Couch vom anderen Schatz entfernt verbringen muss.

die sieben Shoppinggesetze

sparrow | 04. Februar 2007, 12:32 | Shopping | [3] Kommentare



Shopping = Einkauf von Kleidung. Ein Frusteintrag.


  1. Wenn man genau weiß, was man will, wird man genau das nicht bekommen.
    Beispiel: schwarzer, schlichter Rock. Kurz oder lang spielt keine Rolle.


  2. Wenn man dringend etwas braucht, wird man nichts bekommen, was gut aussieht, aber viel Geld für Kleidung ausgeben, die man nur ein einziges Mal trägt, dann aber jahrelang schamhaft in der letzten Kleiderschrankecke aufhebt, als personifiziertes schlechtes Gewissen. Schließlich wollte man das Zeugs gar nicht und schon gar nicht zu dem Preis.
    Beispiel: schlechtsitzendes Leinentop in unmöglichem Grauton für Galaball.


  3. Wenn man dringend etwas braucht, wird man nichts bekommen. Jemand anderes wird mit wehenden Haaren Berge von Hosen, Pullover, Schuhe und Hemden in Umkleidekabinen schleppen, vergnügt pfeifend die Kreditkarte zücken und unglaubliche Mengen an Tüten balancieren. Man selbst findet nichts, gibt dafür aber zuviel Geld aus.
    Beispiel: Kleiderschrank des anderen Schatzes.


  4. Wenn man grad pleite ist, wird man das perfekte Stück finden.
    Beispiel: schlichter, bodenlanger schwarzer Rock.


  5. Wenn man später mit Geld zurückkehrt, wird das perfekte Stück nicht mehr da sein. Die Kollektion hat gewechselt, einzig verfügbare Größen sind 34 und 48, diese Marke führen wir nicht mehr oder der Laden hat pleite gemacht.
    Beispiel: schlichter, bodenlanger, schwarzer Rock.


  6. Es gibt keinen Lerneffekt. Man beginnt immer wieder Shoppingtouren optimistisch und wohlgelaunt unter oben genannten Voraussetzungen. Man beendet den verschwendeten Tag demotiviert und frustriert. Das hätte man sich vorher denken können.
    Beispiel: Gestern.


  7. Manchmal passiert das Unmögliche. Schließlich gewinnen ja auch Leute bei Jauch oder knacken den Jackpot. Man findet ein Teil, kauft es, trägt es und möchte weinen, weil man selbst so atemberaubend schön ist, so überirdisch anziehend, so unglaublich federleicht und bezaubernd. Es sitzt wie angegossen, unterstreicht die eigenen Vorzüge und versteckt gekonnt kleinere Mängel. Das Teil ist eine Bombe. Man selbst ist eine Bombe.
    Gleich am ersten Abend wird jemand großzügig Rotwein drüber schütten.
    Beispiel: zauberhafter, schwarz-weißer Rock aus Wildseide.

Schnelle Mitte!

sparrow | 02. Februar 2007, 18:44 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Extrem geil finde ich, dass Begriffe wie "Schnelle Mitte", "Zeitspiel", "sieben Meter", "Kreis! Kreis!" "Rückraum" und ähnliches den Weg in den Begriffsschatz meiner Kollegen finden.

Ich bin halt ein Handballkind, wenn auch ein passives.

Die Interessen einer Frau

sparrow | 02. Februar 2007, 09:18 | Daily Sparrow | [0] Kommentare



Morgens um sieben. Der andere Schatz lauscht gebannt den Produktinformationen aus dem Radio.


anderer Schatz: "Ich finde, Du solltest Dir die Apothekenrundschau besorgen."

sparrow (verschlafen): "Whzzup?"

anderer Schatz: "Als Frau interessierst Du Dich natürlich für die Gesundheit und Ernährung Deiner Familie. Ich finde, um meine Gesundheit und Ernährung wird sich nicht ausreichend gekümmert. Du kommst Deinen Verpflichtungen nicht hundertprozentig nach."

sparrow (mit Nachdruck): Ich komme diesen Verpflichtungen überhaupt nicht nach."

anderer Schatz: Ja genau. Darum finde ich, Du solltest Dir die Apothekenrundschau besorgen. Da findest Du wertvolle Tipps, wie Du mich ernähren und gesund halten kannst."

sparrow: Lachanfall


Ich mache das Radio demnächst aus. Hinterher wird mir noch eine leidenschaftliche Affäre mit Bauknechtgeräten unterstellt.